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Chiphändler ce Consumer trennt sich von US-Tochter

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Der defizitäre Chiphändler ce Consumer kann sein Geschäft in Nord- und Mittelamerika nicht mehr weiterführen. Die Finanzierung der US-Tochter SND Electronics sei nicht mehr gesichert, daher sei die Trennung geplant, teilte der Konzern mit. Infolge einer Sonder-Überprüfung von SND seien Abwertungen nötig, die den Konzern im ersten Halbjahr tiefer in die roten Zahlen drückten. Zudem sei mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt. Zum 30. September belief es sich auf voraussichtlich 1,3 Millionen Euro.

Wie ce Consumer mitteilte, erhöhte sich der konzernweite Halbjahres-Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) deutlich auf 21,2 Millionen Euro wegen der Wertkorrektur. Im ersten Halbjahr 2004 hatte der EBIT-Verlust 227 000 Euro betragen. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 164,5 (Vorjahr: knapp 150) Millionen Euro. Ursprünglich hatte der Chiphändler für 2005 einen Gewinn angepeilt, die Prognose aber Anfang August wegen der Probleme bei SND gekappt.

ce Consumer will nun eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Auf dieser sollen die Aktionäre über die künftige Ausrichtung und Strategie des Unternehmens unterrichtet werden. Einen genauen Termin nannten die Münchner noch nicht. ce Consumer, bis 2002 vom um Selbstinzenierungen selten verlegenen und einst als "Entrepreneur des Jahres" geehrten Erich Lejeune geführt, beschäftigte nach eigenen Angaben per Ende Juni weltweit 510 Mitarbeiter in 31 Niederlassungen. (dpa) / (jk)

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