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Chrome 35: Mehr Möglichkeiten für Entwickler

Chrome 35 bringt unscheinbare Neuerungen, die aber für Entwickler interessant sind. Außer neuen JavaScript-Funktionen unterstützt der Browser zusätzliche APIs; außerdem wurden 23 Sicherheitslöcher gestopft.

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Google hat die stabile Version 35 seines Chrome-Browsers veröffentlicht. Die Neuerungen dürften besonders Entwickler interessieren: So wurden die Kontrollmöglichkeiten über Touch-Eingaben verbessert, außerdem unterstützt Chrome neue JavaScript-Funktionen, zusätzliche APIs (Programmierschnittstellen) und das Shadow-DOM-API ohne Präfix. Shadow-DOM ist Bestandteil der Web Components und bezeichnet abgekapselte Zweige (subtrees) eines DOM-Knotens (Document Object Model). Ein solcher Unterbereich sind etwa die Bestandteile des <video>-Elements, dessen Bedienelemente in einem Shadow-DOM liegen.

Die neu unterstützten JavaScript-Funktionen sind im Standard ECMAScript 6 beschrieben und umfassen etwa JavaScript-Promises; diese "Versprechen" verbessern die asynchrone Programmierung durch einen klaren Code, schreibt Softwareentwickler Rick Byers im Chromium Blog. WeakMap und WeakSet ermöglichen Entwicklern effiziente Datenstrukturen, die Speicherlecks (memory leaks) vermeiden sollen. Die Methode Object.observe() wurde auf Chrome 36 verschoben, in der Betaversion von Chrome 35 war sie noch enthalten.

Chrome verfügt nun über CSS Font Loading, welches dynamisch Web-Fonts lädt und Entwicklern mehr Kontrolle erlaubt. In der Linux-Version des Browsers löst Aura als neue Oberfläche GTK+ ab. Darüber hinaus hat Google die Performance seines Browsers gesteigert und 23 Sicherheitslöcher gestopft, von denen drei als kritisch eingestuft worden waren. Den Entdeckern der Lücken zahlt Google insgesamt 9500 US-Dollar als Belohnung. Alle weiteren Änderungen und Bugfixes sind in den Release Notes einsehbar.

In der Mobilversion von Chrome können Nutzer nun geschlossene Tabs wiederherstellen, in der Desktop-Version ist das mit der Tastenkombination STRG + Shift + T möglich; bei Mac: OS CMD + Shift + T. In der Mobilversion erscheint nach dem Schließen eines Tabs eine Schaltfläche, die den Vorgang rückgängig macht. Die Android-Version unterstützt außerdem Vollbild-Videos mit Untertiteln und HTML5-Kontrollelementen sowie Googles Chromecast. Nutzer können jetzt Videos vom Smartphone per Chromecast auf dem TV-Gerät abspielen.

Unter Linux verwendet Chrome jetzt das Aura-GUI. Aura wurde ursprünglich für Googles Notebook-Betriebssystem Chrome OS entwickelt und kommt bereits seit längerem in der Windows-Version des Browsers zum Einsatz. Aura bringt unter anderem Verbesserungen bei hardwarebeschleunigter Grafik.

Chrome steht für Windows, Mac OS X und Linux zum Download bereit. Die Android-Version gibt es bei Google Play.

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