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Chrome-Browser blockiert "irreführende Inhalte"

Chrome will besser vor irreführenden Inhalten schützen: Versucht eine Werbeanzeige, den Nutzer auszutricksen, blockiert sie der Browser künftig.

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Chrome-Browser blockiert "irreführende Inhalte"

Im vergangenen Jahr hat Chrome eine Reihe von Schutzfunktionen erhalten, die den Nutzer besser vor "irreführenden Inhalten" schützen sollen. Damit sind Webseiten gemeint, die den Nutzer beispielsweise mit gefälschten Chat-Nachrichten, unsichtbaren Seitenelementen und anderen Tricks zu ungewollten Klicks verleiten. Der Chrome-Browser blockiert zum Schutz etwa Pop-ups und neue Fenster, die eine Webseite öffnen will. Doch weil diese Maßnahme nicht genug ist, geht Chrome künftig härter gegen Trickser vor.

"Tatsächlich werden mehr als die Hälfte dieser irreführenden Inhalte nicht durch unsere aktuellen Schutzmaßnahmen blockiert", gesteht Produktmanager Vivek Sekhar im Chromium-Blog. Fast alle dieser Seiten würden schädliche oder irreführende Werbeanzeigen enthalten ("Bad Ads"). Sie tarnen sich als Systemnachrichten oder verleiten die Nutzer dazu, auf einen gefälschten "Schließen"-Button zu klicken. "Darüber hinaus werden einige dieser Werbeanzeigen von Betrügern und Phishing-Systemen genutzt, um personenbezogene Daten zu stehlen", erklärt Sekhar.

Als Gegenmaßnahme wird Chrome ab Version 71 die Nutzer besser vor solchen missbräuchlichen Webseiten schützen. Ab Dezember will Google damit beginnen, alle Werbeanzeigen auf Seiten zu blockieren, die Nutzer in die Irre geführt haben. Das betrifft zunächst "eine kleine Anzahl an Websites".

Seitenbetreiber können in Googles "Search Console" prüfen, ob ihr Angebot betroffen ist; Auskunft darüber gibt der "Abusive Experiences Report". Entdeckt Google auf einer Seite tatsächlich eine irreführende Anzeige, hat der Betreiber 30 Tage Zeit, sie zu entfernen, bevor Chrome sie blockiert. Die Chrome-Nutzer können den Filter jederzeit abschalten, dann verzichten sie aber auf den Schutz. (dbe)

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