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Chrome könnte Flash noch dieses Jahr standardmäßig blockieren

Google plant anscheinend, HTML5 noch stringenter als Standard in seinem Webbrowser Chrome einzusetzen. Flash-Inhalte sollen im Zuge dessen entweder gar nicht mehr oder nur in Ausnahmefällen wiedergegeben werden.

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Chrome soll noch dieses Jahr Flash standardmäßig blockieren

Im vierten Quartal dieses Jahres soll Chrome von Werk aus noch stringenter auf HTML5 setzen und Flash nur noch auf bestimmten Webseiten automatisch abspielen. Darauf deutet zumindest eine Beschlussvorlage von Google hin.

Demzufolge sollen Flash-Inhalte standardmäßig nur noch auf zehn vielbesuchten Webseiten wiedergeben werden. Aktuell finden sich in der Liste etwa Youtube, Facebook und der russische E-Mail-Anbieter Mail.ru. Diese Whitelist soll nach dem Start des Vorhabens nach einem Jahr auslaufen.

Will eine andere Seite den Flash Player einsetzen, soll eine Einblendung Besucher darauf aufmerksam machen. Entscheidet sich der Besucher für die Wiedergabe via Flash, soll sich der Webbrowser die Entscheidung für die jeweilige Seite merken.

In den Einstellungen von Chrome sollen Nutzer künftig die Flash-Wiedergabe individueller anpassen können. Setzt eine Webseite HTML5 zur Darstellung von Multimedia-Inhalten ein, soll der Standard stets bevorzugt zum Einsatz kommen.

Verweist eine Webseite direkt auf den Download des Flash Players, soll Chrome in Zukunft dazwischenfunken: Anstelle der Download-Seite soll Chrome dann die "Flash-Player-Erlauben-Meldung" anzeigen.

Google strengt sich schon länger an, Chrome den Flash Player auszutreiben: Seit September vergangenen Jahres pausiert der Webbrowser bestimmte Flash-Inhalte automatisch. Aufgrund unzähliger Schwachstellen steht Flash seit jeher in der Kritik, die Sicherheit von Computern zu gefährden.

(des)

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