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Chrome verpackt Websites als Android-Apps

Mit einem neuen Browser-Flag in Chrome für Android lassen sich Progressive Web Apps als vollwertige Android-Anwendungen installieren.

Chrome verpackt Websites als Android-Apps

Aktuelle Vorab-Versionen von Chrome für Android (Dev und Canary) können Webanwendungen noch tiefer als zuvor als Apps ins Betriebssystem integrieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Website den Anforderungen an eine Progressive Web App genügt, also Caching per ServiceWorker unterstützt, per HTTPS ausgeliefert wird und Homescreen-Icons mitbringt.

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Die Idee solcher Progressive Web Apps ist, dass sie sowohl als Website wie als App funktionieren. Dazu bietet der Browser nach kurzer Nutzungszeit einen Dialog "Add to Homescreen" an. Beim Start vom Homescreen-Icon aus erscheinen die Anwendungen ohne das Browser-Chrome. Beispiele finden sich unter anderem auf pwa.rocks.

Mit seinen WebAPKs will Google die Progressive Web Apps ins Android-Betriebssystem noch weiter integrieren. Dabei geht es um bessere Nutzung der Geräte-Ressourcen, Rechte und das Material-UI-Design. Zu diesem Zweck verpackt Google auf einem externen Server die Anwendung in ein APK, welches dann installiert wird. Folgerichtig heißt der Dialog auch "Install" statt "Add to Homescreen".

Eine erste Version dieses Features ist bereits seit Sommer in Chrome für Android enthalten – und zwar in Form des Browser-Flags 'enable-webapk', das unter chrome://flags aktiviert werden muss. Beim Test mit einem aktuellen Chrome 55 klappte das allerdings nicht. Ab Chrome 56, also mit der Dev- oder Canary-Variante des Browsers, heißt dieses Feature 'enable-improved-a2hs' – und funktioniert. Damit installierte Progressive Web Apps finden sich (anders als bei der Funktion "Add to Homescreen") auch in der App-Übersicht. Da es sich hierbei um eine App-Installation handelt, muss der Nutzer die Installation von außerhalb des Play-Stores erlauben. (Herbert Braun) / (anw)

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