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Cinnarch wechselt von Cinnamon auf Gnome

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Die Linux-Distribution Cinnarch will von der Desktop-Umgebung Cinnamon zu Gnome wechseln. Die Entwickler erklärten, es sei nahezu unmöglich, das von den Linux-Mint-Machern entwickelte Cinnamon auf den Cinnarch-Unterbau Arch Linux und dem da enthaltenen Gnome abzustimmen. Grund: Cinnamon hänge den aktuellen Entwicklungen von Gnome ein Jahr hinterher. Um das von Gnome 3 abstammende Cinnamon mit den in Arch Linux vorhanden Gnome-Komponenten zu unterstützen, wären daher zahlreiche Hacks notwendig. Den Aufwand scheuen die Cinnarch-Entwickler.

Die Aufgabe von Cinnamon sei eine schwierige Entscheidung, aber den Entwicklern sei die Kompatibilität zu ihrer Basis-Distribution Arch Linux wichtiger. Während Arch Linux demnächst Gnome 3.8 ausliefern wird, seien in Cinnarch nicht mal alle Komponenten auf Gnome 3.6 angepasst.

Da Cinnnarch ebenso wie Arch Linux als Rolling Release stetig das System aktualisiert, bedeutet der Wechsel laut Cinnarch-Entwickler Alex Skinner, dass Cinnamon unbenutzbar wird. Der Cinnarch-Projektleiter Alexandre Filgueira stellte im Cinnarch-Forum klar, dass Cinnamon aus den Repositories entfernt wird, sobald Gnome 3.8 in Cinnarch auftaucht.

Mit dem neuen Classic Mode in Gnome 3.8 gäbe es laut Skinner die Möglichkeit, Gnome soweit anzupassen, dass es dem Verhalten von Cinnamon sehr nahe komme. Im Cinnarch-Forum läuft derzeit eine Abstimmung, ob der bisherige Name der Linux-Distribution beibehalten werden soll, da er nun irreführend sei. (ktn)