Cisco beendet Zusammenarbeit mit ZTE

Weil ZTE Netzwerktechnik unter dem Cisco-Logo an den Iran verkauft hat, beendet der US-Netzwerkausstatter seine Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten aus China. ZTE habe gegen US-Sanktionen verstoßen.

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Der US-Netzwerkausrüster Cisco beendet seine Kooperation mit dem chinesischen Konkurrenten ZTE. Hintergrund der Entscheidung seien die Geschäftsbeziehungen von ZTE mit iranischen Firmen, berichtet Bloomberg. Grund für die Entscheidung sei der Verkauf von Cisco-Netzwerktechnik in den Iran, obwohl ein solcher Export durch US-Sanktionen verboten ist.

Nachdem die illegale Lieferung von Hardware, aber auch Software bekannt geworden war, leitete das FBI im Juli eine Untersuchung der Geschehnisse ein, zu denen die Website The Smoking Gun Einzelheiten veröffentlichte. Dabei erklärte ein ehemaliger ZTE-Anwalt, wie bei seinem Arbeitgeber versucht worden sei, das Iran-Geschäft vor den US-Behörden zu verheimlichen. Darüber hinaus hatte ebenfalls im Juli mit Jon Christensen ein ehemaliger US-Abgeordneter seine Lobbyarbeit für ZTE beendet (PDF-Datei). Das chinesische Unternehmen selbst hatte sich durch einen Sprecher sehr besorgt gezeigt und versichert, dass es mit der US-Regierung zusammenarbeite, um die Vorwürfe zu prüfen.

Für ZTE kommt diese Mitteilung zur Unzeit, nämlich einen Tag nach der Warnung des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses vor ZTE sowie Huawei. Angesichts möglicher Wirtschaftsspionage sei deren enge Verbindung zum chinesischen Staatsapparat eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA. (mho)