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Cisco bleibt hinter den Erwartungen zurück

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Cisco hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs den Umsatz um 60 Prozent auf 13,27 Milliarden US-Dollar gesteigert. Der Gewinn betrug in diesem Abschnitt 1,67 Milliarden US-Dollar. Unter Ausklammerung von Sonderfaktoren stieg der Gewinn um 57 Prozent auf 2,69 Milliarden US-Dollar.

Was sich nach einem berauschenden Ergebnis anhört, führte jedoch im nachbörslichen Handel in New York zu einem Rückgang des Aktienkurses auf 34 US-Dollar – während der regulären Handelszeit war die Aktie noch um 1,19 US-Dollar auf 35,75 US-Dollar gestiegen. Der Grund: Cisco, Weltmarktführer bei Internet-Routern, enttäuschte mit den Ergebnissen für das zweite Quartal die Erwartungen. Der Umsatz belief sich auf 6,75 Milliarden US-Dollar, der Gewinn stieg im zweiten Quartal unter Ausklammerung von Sonderfaktoren um 48 Prozent auf 1,33 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 18 Cents pro Aktie – die Wall Street war dagegen von einem Umsatz von über 7 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 19 Cents pro Aktie ausgegangen. Und da Cisco in den letzten 13 Geschäftsquartalen die Erwartungen immer genau um einen Cent übertroffen hatte, gab es nun lange Gesichter.

Von Cisco war eigentlich erwartet worden, dass der Netzwerkgigant recht unbeeindruckt von den Turbulenzen der Internet-Ökonomie und den Schwierigkeiten bei der Telecom-Finanzierung seine gewohnte Bahn ziehen würde. John Chambers, Chef von Cisco, hatte aber bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos davor gewarnt, der Konzern stehe vor einigen "Herausforderungen" – das Geschäft sei schwieriger geworden, als er selbst erwartet habe. Das Geschäft mit den Telecom-Carriern und Internet-Providern sei zurückgegangen, da diese ihre Investitionen angesichts dünner Kapitaldecken reduziert hätten. Nun gab sich Chambers jedoch bewusst optimistisch. Auch in den nächsten drei bis fünf Jahren setzt er auf ein anhaltendes Wachstum bei Cisco. Schließlich gebe es andauernde Produktivitätssteigerungen durch das Internet; außerdem sei "noch viel Arbeit zu tun, bis alle Unternehmen und alle Länder zu E-Firmen und E-Ländern" geworden seien. (jk)