Cisco erklärt die Marke Linksys zum Auslaufmodell

Um den Fortbestand der Marke Linksys gab es seit der Übernahme durch Cisco immer wieder Spekulationen. Nun kommt definitiv das Aus bei Produkten für Geschäftskunden. Im Markt für private Verbraucher ist die Entscheidung noch offen.

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Von
  • Matthias Parbel

Um den Fortbestand der Marke Linksys gab es seit der Übernahme durch Cisco immer wieder Spekulationen. Nun kommt definitiv das Aus bei Produkten für Geschäftskunden. Denn im Zuge der Gründung der neuen Cisco Small Business Technology Group (CSBTG) ordnet der Netzwerkausrüster auch sein Produktportfolio für dieses Marktsegment neu. Sämtliche auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnittenen Produkte werden ab sofort in den beiden Kategorien Cisco Small Business und Cisco Small Business Pro zusammengefasst. Das betrifft insbesondere auch jene, die zuletzt noch unter der Marke Linksys angeboten wurden.

Die Umstellung wird jedoch nicht abrupt vollzogen, sondern im Zuge der Markteinführung neuer Produkte beziehungsweise des Abverkaufs noch vorhandener Ware mit dem Linksys-Label. Im September, als Cisco die Verschmelzung des Linksys-Partnerprogramms mit eigenen verkündete, galt die Marke Linksys noch als überlebensfähig: "Linksys by Cisco ist inzwischen so gut am Markt etabliert – diesen Brand werden wir unverändert weiterführen", hatte Guido Sommer, Direktor Vertrieb SMB & Distribution bei Cisco Deutschland, damals erklärt.

Für den Verantwortungsbereich der Cisco Consumer Business Group, die die Vermarktung der auf Privatkunden zugeschnittenen Produkte koordiniert, ist eine endgültige Entscheidung über den Fortbestand der Marke Linksys allerdings noch nicht gefällt. Eine ähnliche Vorgehensweise wie im Geschäftskundensegment erscheint jedoch naheliegend, da Cisco-Chef John Chambers schon vergangenes Jahr wiederholt betont hatte, dass der Name Cisco auch bei Heimanwendern inzwischen eine etablierte Marke sei. Unterdessen berichten US-Medien, dass der bisher für Ciscos Linksys-Geschäft verantwortliche J. Michael Pocock (Senior Vice President & General Manager) stillschweigend verlassen habe. Allerdings suche der Hersteller einen Nachfolger – der Posten solle demnach nicht den angekündigten Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. (map)