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Cisco setzt auf IPTV und Video-Dienste

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Auf dem C-Shape-Global-Forum 2006 haben Firmen-Chef John Chambers und weitere führende Mitarbeiter des Netzwerkherstellers Cisco die Unternehmensstrategie für die kommenden Jahre offenbart, berichten US-Medien. Dienste wie IPTV, Video-on-Demand und Video-Konferenzsysteme stehen dabei im Mittelpunkt.

Während der Präsentation des Digital Media Players und des Digital Media Managers erklärte John Chambers, dass er Video-Dienste als wichtigen Teil künftiger "Killer-Anwendungen" sieht. Das vorgestellte System transportiert über Ethernet Fotos, Videos und Text zu Flachbildschirmen und soll als Präsentations- und Werbeplattform dienen. Chambers lobte bei dieser Gelegenheit gleich noch das firmeneigene Videokonferenz-System Telepresence, das das Unternehmen vor wenigen Wochen vorgestellt hatte. Außerdem sieht er für Cisco große Potentiale in Entwicklungsländern wie Indien. Dort hatte die Firma vergangene Woche eine Produktionsstätte eröffnet. Chambers strebt aber auch Partnerschaften mit Regierungen und Unternehmen in anderen aufstrebenden Volkswirtschaften beispielsweise in China an. Vor wenigen Tagen hatte er eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konkurrenten Huawei nicht mehr ausgeschlossen.

Der zweite Redner des Tages Charlie Giencarlo, Leiter der Cisco-Tochter Linksys, unterstützte Chambers optimistische Sicht auf die Video-Übertragung in Netzwerken. "We may get to be known as a video company", sagte er und bezog seine Aussage auch auf Bereiche wie die Video-Überwachung. Dieser Wechseln betrifft vorerst den Service-Provider-Firmenbereich – insbesondere durch Dienste wie YouTube. Mike Volpi, Geschäftsführer der Routing- und Service-Provider-Abteilung von Cisco, sieht aber auch im Konsumenten-Bereich Bedarf, denn dort werde die Nachfrage nach unterschiedlichen Inhalten und Zugangsgeräten größer. (rek)