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Cisco wird wegen WLAN-Patentverletzung verklagt

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David gegen Goliath? Eine kleine kanadische Firma verunsichert die IT-Branche mit einer Patentklage gegen den Netzwerkgiganten Cisco. Der Hersteller für Wireless-Zubehör Wi-LAN gibt sich sicher, dass Cisco gegen das kanadische Patent No. 2,064,97 sowie die US-Patente No. 5,282,222 und No. 5,555,268 verstoße. Cisco nutze die darauf basierende Technik in seinen Linksys- und Aironet-Produkten. Problematisch ist, dass diese Patente in Zusammenhang mit den WLAN-Standards 802.11a und 802.11g und den WiMAX-Standards 802.16a und 802.16e stehe, die weit verbreitet sind. So hat Wi-LAN auch bereits angekündigt, weitere Firmen verklagen zu wollen.

Dabei gibt sich die Firma selbstbewusst. "Ohne unsere Patente gäbe es kein 802.11a/g. Wir haben unsere Ansprüche nicht früher geltend gemacht, da wir die Entwicklung des Marktes nicht verlangsamen wollten. Nun ist es an der Zeit, unser geistiges Eigentum zu schützen", lässt sich CEO Sayed-Amr El Hamamsy zitieren. Cisco weist diese Darstellung zurück und kündigte an, sämtliche notwendigen rechtlichen Mittel anzuwenden.

Mit Philips Semiconductor, Fujitsu Microelectronics und Redline Communications hat sich Wi-LAN unterdessen bereits Anfang Juni außergerichtlich geeinigt. Wi-LAN hatte diese Unternehmen bereits im Jahr 2002 verklagt; über die Details der Einigung ist nichts bekannt. (tol)