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Cisco wirft Arista Patent- und Copyrightverstöße vor

Der Netzwerkausrüster Cisco Systems geht gerichtlich gegen den Konkurrenten Arista Networks vor. Er wirft ihm das Verletzen von 14 US-Patenten und das Kopieren von Konfigurationsbefehlen und Handbüchern vor.

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(Bild: dpa, Patrick Pleul/Archiv)

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"Familienstreit" im Silicon Valley um Patentrechte: Branchengigant Cisco geht in Zwei Klagen gegen Arista vor – ein Unternehmen, das von früheren Cisco-Managern geleitet wird. Dessen Chefin Jayshree Ullal zeigte sich enttäuscht über die Klagen der "Mutterfirma": Sie habe Cisco als ganz anderes Unternehmen kennengelernt. In der Klage vor einem US-Bundesgericht in Kalifornien geht es um Verstöße gegen 14 Cisco-Patente, die Ansprüche auf zwölf wichtige Funktionen wie Befehlsschnittstellen, Systemdatenbanken oder virtuelle Netzwerktechniken umfassen sollen.

Als Erfinder sind in den Patentschriften unter anderem der deutsche Branchenveteran Andreas von Bechtolsheim und David Cheriton genannt, die zwischenzeitlich für Cisco tätig waren und 2004 Arista gegründet haben. Die bei Cisco geschaffenen Funktionen und Implementierungen seien "in Gänze" in Produkte der Beklagten eingebaut worden, meint Cisco-Chefjustiziar Mark Chandler. Dabei wisse das Arista-Management genau, dass die gewerblichen Schutzrechte bei Cisco lägen.

In einer zweiten Klage gegen Arista bringt Cisco das Urheberrecht ins Spiel. Arista habe ganze Passagen aus geschützten Nutzerhandbüchern samt Grammatikfehlern kopiert und in eigene Dokumentationen eingebaut. Zudem soll der Wettbewerber über 500 aus mehreren Wörtern bestehende Konfigurationsbefehle "identisch und direkt" für Ciscos Betriebssystem IOS in die eigene Variante EOS übernommen haben. (vbr)