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Technology Review

"Clean Coal" mit CO2-Speicherung: CO2-Sequestrierung kommt nicht voran

In den USA ist ein Kohlekonzern pleite gegangen, der unter anderem stark auf "Clean Coal"-Konzepte setzte.

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In den USA sind die meisten Projekte zum Auffangen und Speichern von Kohlendioxid bislang nicht wirtschaftlich tragfähig. Nun musste Peabody Energy, der größte private Kohlekonzern, der stark auf die Technik setzte, Insolvenz anmelden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Lohnt sich "Clean Coal"?").

Noch vor zwei Jahren gab sich Greg Boyce, damals CEO von Peabody Energy und heute Executive Chairman des Konzerns, im Gespräch äußerst optimistisch. Das Business mit China sowie insbesondere der Bau neuer Kraftwerke, die den sogenannten "Clean Coal"-Ansatz nutzen, würden künftig zu zentralen Wachstumstreibern.

Das Chinageschäft kam nicht zustande, weil Umweltaktivisten und lokale Verwaltungen den Bau eines riesigen Terminals an der US-Westküste verhinderten – zudem war auch im Riesenreich die Nachfrage dramatisch gefallen. Die Zukunftshoffnung Nummer zwei, Clean Coal, verwirklichte sich ebenfalls nicht, weil das Auffangen von Kohlendioxid an den Schornsteinen von Kohlekraftwerken mit anschließender Einlagerung unter der Erde – auch unter dem Begriff CO2-Sequestrierung bekannt – sich als bislang noch sehr teuer erweist. Das liegt auch daran, dass Erdgas in den USA aufgrund des Förderbooms der letzten Jahre nach wie vor sehr billig ist.

Hunderte Millionen US-Dollar steckte Peabody in Clean Coal. An der University of Wyoming wurde ein hochmodernes Forschungszentrum eingerichtet – es liegt in der Nähe des Powder River Basin im Osten des Bundesstaates, wo Peabody seine gigantische North-Antelope-Rochelle-Mine betreibt. Auch in Wissenschaftsprojekte in anderen US-Regionen sowie in China wurde investiert. Peabody war und ist hier nicht allein: In den letzten zehn Jahren gingen weltweit gut 13 Milliarden Dollar in Forschungsvorhaben zur CO2-Sequestrierung.

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