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Cloud-Boom: Microsoft erzielt 8,8 Milliarden Dollar Gewinn

Microsoft schwebt auf Wolke Azure: Allein das Cloud-Geschäft mit Azure legte beim Umsatz um 73 Prozent zu.

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(Bild: dpa, Matthias Balk)

Microsoft hat im dritten Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn deutlich zugelegt. Das Unternehmen meldete am Mittwoch einen Umsatz von 30,6 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr von 14 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 19 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar (7,9 Milliarden Euro) an. Gewinntreiber war wie schon in den vorangegangenen Quartalen das Cloud-Geschäft unter anderem mit Microsoft Azure für Unternehmen.

Die guten Quartalszahlen bescheren Microsoft im nachbörslichen Handel eine Marktkapitalisierung von 990 Milliarden Dollar und bringen das Unternehmen damit in die Nähe eines Börsenwerts von einer Billion Dollar. Bisher hatte lediglich Apple als US-amerikanisches Unternehmen diese Marke im August 2018 knacken können. Mittlerweile liegt Apples Marktkapitalisierung wieder bei etwa 975 Milliarden Dollar. Sollte es bei dem derzeitigen nachbörslichen Trend bleiben, dürfte Microsoft wieder das wertvollste Unternehmen der USA werden, denn der Aktienkurs legte im nachbörslichen Handel teilweise um etwas mehr als drei Prozent zu.

Analysten hatten bei Microsoft nicht mit einem so hohen Gewinn gerechnet. Je Anteilsschein ergibt sich ein Gewinn von 1,14 Dollar. Erwartet war lediglich ein Gewinn von etwa einem US-Dollar.

Microsoft profitiert vor allem vom boomenden Cloud-Geschäft. Allein bei Azure kletterte der Umsatz um 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Führende Organisationen jeder Größe und in jeder Industrie trauen Microsofts Cloud", sagte Satya Nadella, CEO von Microsoft. Aber auch in anderen Geschäftssegmenten lief es für Microsoft im letzten Quartal gut: Office 365 legte beim Umsatz um 30 Prozent zu, Dynamics 365 um 43 Prozent.

Auch für Windows sieht es nicht schlecht aus: Bei Windows OEM gab es einen Umsatzzuwachs von 9 Prozent, bei Windows Commercial Products und Cloud Services eine Steigerung um 18 Prozent. Auch die Microsoft-Tochter LinkedIn, das soziale Netzwerk zur Pflege von Geschäftskontakten, entwickelte sich im Jahresvergleich sehr gut. Hier stiegt der Umsatz um 27 Prozent. (olb)