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Cloud-Speicher: Kunden verlieren Daten in der Swisscom MyCloud

Einige Hundert Nutzer sind betroffen von einem Datenverlust in der Swisscom-Cloud "MyCloud".

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"Egal, wo ich gerade arbeite und welche verrückten Situationen der Tag bringt, meine Daten sind immer sicher und griffbereit", legt Swisscom dieser Frau in den Mund.

(Bild: Swisscom )

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In der Schweiz macht ein Bericht des Tagesanzeigers die Runde, laut dem Fotos, Videos und Dokumente im Cloud-Dienst MyCloud des Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom unwiederbringlich gelöscht wurden. "Hunderte Schweizer" seien von einem Fehler betroffen, "der bei der internen Entwicklung einer Software-Komponente entstanden ist", wie die Zeitung das Unternehmen zitiert. Passiert sei die Löschung vor rund zwei Wochen, offiziell kommentiert habe sie die Swisscom erst auf Anfrage des Tagesanzeigers

Im Swisscom-Kundenforum hat sich der Vorfall nun auch niedergeschlagen. Ein als Mitglied der Swisscom ausgewiesener Forist schreibt dazu: "Der Vorfall ist 2018 passiert und war ein einmaliges Problem. Es wurden alle erdenklichen Maßnahmen getroffen, damit so etwas nicht erneut vorkommen kann." Jeder einzelne der betroffenen Nutzer sei in den vergangenen Monaten von Swisscom persönlich informiert worden. Wer nicht benachrichtigt worden sei, der sei auch nicht betroffen gewesen, heißt es weiter im Forum.

Die allermeisten Betroffenen hätten einen "sehr geringen Anteil", also bis zu 5 Prozent ihrer Daten verloren, berichtet die Nachrichtenagentur AWP. Bei Arbeiten zur Speicheroptimierung sei ein Fehler unterlaufen. Dateien von MyCloud-Konten seien versehentlich in den Bereich des Speichersystems zum endgültigen Löschen verschoben worden. Dorthin würden üblicherweise etwa Daten transferiert, die ein Benutzer aus seinem persönlichen Papierkorb gelöscht hat.

Swisscom habe zwar intensiv versucht, die Dateien wiederherzustellen, doch sei dies nur teilweise möglich gewesen, schreibt AWP weiter. In persönlichen Gesprächen seien die Kunden auf die gelöschten Dateien aufmerksam gemacht worden, heißt es im Tagesspiegel. Dazu habe Swisscom den Kunden finanzielle Entschädigung angeboten, in einem Fall zum Beispiel 50 Franken (45 Euro). Mit allen betroffenen Nutzern sei eine einvernehmliche Lösung gefunden worden. (anw)