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Cloud-Speicher OneDrive unterstützt nur noch NTFS

Der Cloud-Speicher OneDrive von Microsoft synchronisiert nur noch Speichermedien, die in NTFS formatiert sind. Weil zunächst ein Hinweis auf die Einschränkung fehlte, waren viele Nutzer irritiert.

«Cloud»-Symbol

(Bild: dpa, Ole Spata)

Seit dem vergangenen Wochenende sorgt OneDrive bei einigen Nutzern für Probleme, da der Cloud-Speicher nur noch NTFS-formatierte Speichermedien synchronisiert. Bei der Verwendung etwa von exFAT verweigert der Cloud-Client die Synchronisation neuerdings. Weil zunächst kein Warnhinweis eingeblendet wurde, waren die Nutzer irritiert. Gegenüber dem Fachblog OnMSFT erklärte Microsoft, dass man den Hinweis vergessen habe, er nun aber erscheinen sollte. Offiziell habe OneDrive immer nur NTFS unterstützt. In der Praxis funktionierten andere Dateisysteme mit OneDrive bislang aber problemlos.

Der nun eingebauten Warnung ist zu entnehmen, dass OneDrive ausschließlich mit NTFS klarkommt: "OneDrive must be on a drive that is using the NTFS filesystem." Ältere Dateisysteme wie FAT32, exFAT oder das neuere ReFS werden nicht unterstützt. In der Windows-Welt ist NTFS der Standard, weshalb sich durch die Umstellung für die meisten Windows-Nutzer keine Probleme ergeben sollten. Doch einige Nutzer erweitern den begrenzten Speicher ihrer Laptops mit SD-Karten, die üblicherweise in exFAT oder FAT32 formatiert sind. Groß war also der Frust, als OneDrive sich plötzlich weigerte, die Daten auf den SD-Karten zu synchronisieren. Abhilfe schaffen eine Neuformatierung oder in bestimmten Fällen eine Konvertierung mit dem convert-Befehl.

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Dass OneDrive strikt nur noch NTFS zulässt, mag mit dem kommenden "Fall Creators Update" zu tun haben. Es soll auch eine überarbeitete OneDrive-Funktion enthalten, berichtet Ars Technica. Die Funktion soll die Verwendung von lokalen und anderswo gespeicherten Dateien nahtloser gestalten. Das neue System greift offenbar auf NTFS-Funktionen zu, die FAT und exFAT nicht bieten. (dbe)

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