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Coinbase eröffnet erste lizenzierte Bitcoin-Börse in den USA

In fast der Hälfte der US-Staaten hat das Startup Coinbase Genehmigungen für den Bitcoinhandel eingeholt. Nun geht die Krypto-Börse offiziell an den Start und der Bitcoinkurs steigt wieder.

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Die Eröffnung der ersten lizenzierten Handelsplattform für Bitcoin in den USA hat der Digitalwährung Kursauftrieb gegeben. Am Montag kostete ein Bitcoin erstmals seit Anfang Januar wieder mehr als 300 Dollar. Anschub gab der Startschuss für den Handelsplatz Coinbase Exchange als staatlich genehmigte Bitcoin-Börse. Die Firma aus San Francisco hat die Zulassung der US-Behörden erhalten, in etwa der Hälfte der Bundesstaaten Handel mit dem Digitalgeld zu betreiben.

Coinbase bietet auch einen Walletdienst sowie Zahlungsabwicklung für Händler an. Eigenen Angaben nach sind derzeit 2,2 Millionen Wallets aktiv, 40.000 Händler lassen sich von den Startup Zahlungen abwickeln. Gerade erst hat das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 75 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Geldgeber sind Banken, Wagniskapitalisten sowie die New York Stock Exchange. Damit hat das Unternehmen insgesamt 106 Millionen US-Dollar an Risko-Kapital eingesammelt – ein Spitzenwert unter den Bitcoin-Startups.

"To the moon" ist für viele Bitcoiner die Devise, wenn es um Kurserwartungen geht. Ganz in dem Sinne lief vorm Börsenstart ein Online-Countdown.

(Bild: Screenshot)

Die staatliche Genehmigung könnte dem Projekt für freies Geld, das unabhängig von Zentralbanken funktioniert, zu mehr Legitimität verhelfen. Im vergangenen Jahr war die einst größte Bitcoin-Börse Mt.Gox in die Insolvenz geraten. Der Vorfall hatte große Zweifel an der Sicherheit der unregulierten Börsen aufgeworfen. Auch die europäische Börse Bitstamp hatte erst kürzlich bei einem Hackerangriff rund 19.000 Bitcoins einbüßen müssen.

Momentan will sich die Börse von Coinbase beim Handel auf die USA beschränken, genauer gesagt auf die 24 Bundesstaaten wie Kalifornien und New York, in denen Genehmigungen vorliegen. Eine Expansion, auch international, sei aber in Planung, erklärten die Macher gegenüber dem Wall Street Journal. Die Einholung aller Genehmigungen habe ungefähr 5 Monate gedauert. Bis zum 30. März sollen erstmal gar keine Handelsgebühren anfallen, danach werden wohl 0,25 Prozent vom Handelswert fällig. US-Dollar-Guthaben auf Nutzerkonten sollen durch den US-Sicherungsfonds FDIC garantiert sein.

Ebenfalls angekündigt, aber bislang noch nicht in den USA an den Start gegangen ist die Bitcoin-Börse der Winklevoss-Brüder. Man sei noch am Aufbau der Infrastruktur und warte auf grünes Licht der Behörden. (Mit Material der dpa) / (axk)