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Combots: Keine Umsätze und rote Zahlen

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Der Internet-Dienstleister Combots hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs weiterhin keine Umsätze vorzuweisen. Der Nettoverlust stieg im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahrs von 4,6 auf 7,2 Milionen Euro; der operative Verlust (EBIT) sank leicht von 8,5 auf 8,2 Millionen Euro. Im letzten Quartal des vergangenen Geschäftsjahrs war noch ein Nettoverlust von 6,9 Millionen und ein operativer Verlust von 8,8 Millionen Euro angefallen.

Die Karlsruher Combots AG ist die Nachfolgerin der web.de AG, die nach dem Verkauf des gleichnamigen Webportals im Oktober 2005 an United Internet ihren Namen geändert hatte. Seit dem Verkauf hatte die Aktiengesellschaft praktisch keine Einnahmen verzeichnet. Die "Weltneuheit", die Combots nach eigenen Angaben nach und nach einführen will und die den Kunden eine "gänzlich neue Kommunikationserfahrung" vermittele, wie sich ComBOTS ausdrückt, soll die Online-Kommunikation stark vereinfachen. Das Produkt kann neben Texten auch alle anderen Daten wie Fotos, große Dokumente, Sprachmitteilungen oder Videoclips mit einem Mausklick versenden. Die geschlossene Benutzergruppe ohne zentrales Verzeichnis soll Spam-Attacken auf das Netzwerk verhindern. Zur CeBIT hatte Combots das offizielle Ende des Beta-Tests für die Plattform verkündet.

Insgesamt gab Combots für die Entwicklung seiner Kommunikationsplattform im ersten Quartal 2007 6,1 Millionen Euro aus. Die Marketingkosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Euro, während auf der Einnahmenseite eine 0 steht. Die liquiden Mittel des Unternehmens belaufen sich nach eigenen Angaben auf 496,2 Millionen Euro, dazu gehört auch die Beteiligung von 9,3 Prozent an United Internet, in deren Besitz Combots durch den Verkauf von web.de kam. Der Wert des Aktienpakets kletterte im ersten Quartal um 47,3 Millionen Euro. (jk)