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Compaq streicht 5000 Stellen und gibt Gewinnwarnung

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Nun hat es auch Compaq erwischt: Nach all den Gewinnwarnungen und Stellenstreichungen in der Hightech-Branche muss der texanische Computerkonzern seine Gewinnerwartungen für das erste Quartal auf 12 bis 14 Cent pro Aktie reduzieren. Die bisherigen Prognosen lagen bei 19 Cent pro Aktie. Im gleichen Quartal des Vorjahrs erzielte Compaq noch einen Gewinn von 16 Cent pro Aktie. Der Umsatz soll um 500 Millionen US-Dollar unter den Prognosen liegen. Mit 9 bis 9,2 Milliarden US-Dollar würde der Umsatz damit unter das Vorjahresniveau von 9,51 Milliarden US-Dollar sinken.

Außerdem müsse die Mitarbeiterzahl um sieben Prozent, insgesamt rund 5000 Vollzeit-Stellen, abgebaut werden, gab Compaq am gestrigen Donnerstagabend bekannt. Zusätzlich sollen rund 15 Prozent der 24.500 Teilzeitarbeitsstellen wegfallen. Gleichzeitig bekommt Compaq einen neuen Finanzchef: Jesse J. Greene Jr. wird durch Jeff Clark ersetzt. Die Abteilungen für Consumer- und Firmen-PCs werden zusammengelegt, Chef der neuen Sparte wird der bisherige Leiter der Consumer-Abteilung, Michael J. Larson. Der Chef der Sparte für Firmen-PCs, Michael Pocok, habe das Unternehmen verlassen, erklärte Compaq.

Mit den Maßnahmen solle der schwachen Konjunktur in den USA und der rückläufigen Nachfrage nach Servern Rechnung getragen werden, hieß es am Stammsitz des Rechnerherstellers in Houston. Außerdem seien besonders die Preise für Server-Maschinen unter Druck geraten; insgesamt gingen die Preise in allen PC-Bereichen zurück, meint Compaq. Die Restrukturierungskosten im ersten Quartal bezifferte der Konzern auf zwischen 125 und 150 Millionen US-Dollar.

An der Wall Street stiegen Compaq-Aktien im normalen Handel um 15 Cent auf 18,50 US-Dollar. Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs nach Bekanntgabe der reduzierten Prognosen und der Stellenkürzungen noch einmal auf 18,89 US-Dollar. (jk)