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Computer Associates bietet Vergleichszahlung

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Das US-Softwareunternehmen Computer Associates (CA) hat bei der Veröffentlichung seiner aktuellen Geschäftsergebnisse der Börsenaufsicht SEC eine Vergleichszahlung von zehn Millionen US-Dollar angeboten. Damit möchte das Unternehmen den Streit um seine Bilanzierungspraktiken beiliegen. Zudem kündigte CA an, künftig konservative Bilanz-Maßstäbe anzusetzen.

Die Unregelmäßigkeiten, die bereits zum Rücktritt des Konzernchefs Sanjay Kumar geführt haben, sind zurzeit Gegenstand von Ermittlungen durch Justizministerium und Börsenaufsicht. Ob die Regierung den Handel annimmt, ist unklar. Beobachter halten es für möglich, dass die Summe aufgestockt werden muss.

Das Quartalsergebnis fiel zwar deutlich besser aus als im Vorjahr, blieb aber hinter den Konzernerwartungen zurück. CA bezifferte den Umsatz für das vierte Quartal mit 850 Millionen US-Dollar gegenüber 775 Millionen vor einem Jahr -- eine Steigerung von zehn Prozent. Der Gewinn betrug 89 Millionen Dollar. Vor einem Jahr war noch ein Verlust von 106 Millionen Dollar angefallen. CA hatte gerade auf seiner Hausmesse CAWorld neue Softwareprodukte vorgestellt, darunter ein WLAN-Management-Tool, das das Aufspüren von WLAN-Piraten erleichtern soll. Zudem geht CA mit der Freigabe der Datenbank Ingres und der Linux-Kernelerweiterung "Kernel Generalized Event Management" einen Schritt in Richtung Open-Source-Software. (tol)