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Computer Components führt Norsk-IT und e-bug weiter

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Als Vorreiter bei der Markteinführung neuer Produkte hierzulande sollen sich die beiden bekannten Onlineshops www.norsk-IT.de und www.e-bug.de unter neuer Führung künftig etablieren. Dabei setzt der neue Firmenchef Ingo Axel auf Direktimporte aus dem Ausland. Der ehemalige Betreiber der beiden Webshops – die Alfelder BUG Computer Components AG – musste Ende Oktober 2008 Insolvenz anmelden, das Verfahren wurde schließlich im Januar 2009 eröffnet.

Nun hält die Computer Components GmbH aus Bockenem nach eigenen Angaben als Lizenznehmer die Rechte zur Nutzung der Domains www.norsk-IT.de sowie www.e-bug.de und führt den Betrieb der beiden Onlineshops im deutschsprachigen Raum weiter. Als Inhaber der Domains wird aber die mit Postfach-Adresse auf der spanischen Insel Teneriffa registrierte Firma Norsk IT Management & Consulting A/S des ehemaligen BUG-Geschäftsführers Christian Böhme geführt.

Eine Verbindung zwischen neuem und altem Shopbetreiber legen unterdessen die ähnlichen Firmennamen der Betreibergesellschaften nahe. Außerdem arbeite Computer Components auch "mit einem bestens vernetzten Unternehmensberater" zusammen – eine Funktion, die Böhme offensichtlich als Geschäftsführer von zwei Firmen wahrnimmt, der spanischen Norsk IT und bei der Marketinggesellschaft Berater.CN. Die heutige Computer Components GmbH wurde nach Aussage von Ingo Axel bereits 2007 unter dem Namen Panda Internethandels GmbH gegründet. Das Unternehmen war unter anderem als Microsoft-Vertriebspartner für Softwarelizenzen aktiv. Aufgrund eines drohenden Markenrechtsstreites mit dem Automobilhersteller Fiat sei der Firmenname Anfang des Jahres jedoch geändert worden.

Unter der Regie von Computer Components wurden die Online-Auftritte von Norsk-it.de und e-bug.de gründlich renoviert und auf das Shop-System XT-Commerce 3.04 umgestellt. Nach der Erweiterung des Sortiments auf bis zu 50.000 Artikel sollen die beiden Handelsplattformen an frühere Erfolge anknüpfen – zuletzt hätten die beiden Webshops über 50 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet. "Mit diesen weit über Deutschland hinaus bekannten Domains und einer der bekanntesten IT- und Onlinemarken im europäischen Markt für Computer-Komponenten habe ich nun die ideale Basis für eine schnelle Expansion", kündigt Geschäftsführer Axel an und steckt sich trotz der Wirtschaftskrise hohe Ziele für das laufende Jahr: "Gemeinsam mit meinen etablierten Distributionspartnern rechne ich mir für 2009 achtstellige Umsätze aus."

Tragende Säulen des Geschäftskonzeptes seien Schnelligkeit und Direktimporte. Neue Produkte aus der IT-Branche sollen künftig zuerst bei e-bug angeboten werden – das sei sein erklärtes Ziel, betonte Axel. Die brandneuen Produkte will der Geschäftsführer in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern aus USA, China und Taiwan direkt aus den Fertigungsstätten in Fernost importieren. Auch der Import aus anderen Ländern der EU, wie er in der Automobilbranche schon länger üblich sei, biete deutliches Einsparpotenzial. "Im IT-Handel wird diese Chance bislang von Onlinehändlern noch viel zu selten genutzt", unterstrich der Computer-Components-Chef.

Zudem will Axel "treuen Kunden" der beiden Webshops entgegenkommen. Von der Insolvenz der BUG AG betroffene Käufer sollen sich an den Service der Computer Components GmbH wenden. Auf Reklamationsansprüche aus den zurückliegenden zwei Jahren will der Geschäftsführer im Einzelfall eingehen, wenn keine Lösung mit den ursprünglichen Verkaufspartnern gefunden werden könne. Derzeit verweise der Kundendienst aber noch auf den ehemaligen Shopbetreiber. Denn Computer Components habe nicht die Rechtsnachfolge von BUG angetreten; insofern bestehe auch keine gesetzliche Verpflichtung bei Gewährleistungs- oder Garantieansprüchen. "Wir setzen uns aber für jeden Kundenservicefall ein und prüfen individuell, wo wir helfen können", verspricht Axel. Allerdings sei Computer Components dabei im Zweifelsfall auch auf den Kooperationswillen der betroffenen Hersteller, Lieferanten und IT-Distributoren angewiesen. "Mangels vertraglicher Beziehungen zu den Lieferanten der BUG AG können wir diese Pflichten nämlich nicht bei einem Vorlieferanten oder Hersteller einfordern", erklärte Firmensprecher Christian Geisler gegenüber heise resale. (map)