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Technology Review

Computer des Space Shuttle kennen kein Neujahr

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Mit einem Kran wird die Discovery angehoben und am Außentank befestigt [Klicken für Großansicht, Bild: NASA]

Während die Vorbereitungen für den nächsten Start der Raumfähre Discovery (STS-116) auf Hochtouren laufen, muss sich der deutsche Astronaut Thomas Reiter darauf einstellen, Silvester eventuell doch noch an Bord der Internationalen Raumstation ISS zu verbringen. Grund könnte eine Besonderheit der Space-Shuttle-Computer sein: Während die Navigationscomputer in den NASA-Kontrollzentren nach dem 31. Dezember auf den 1. Januar 2007 umschalten, zählen die Shuttle-Computer beim Jahreswechsel von 365 auf 366.

"Es war nie vorgesehen, die Space Shuttles zum kalendarischen Jahreswechsel im All zu haben", erklärt der Leiter des Space-Shuttle-Programms, Wayne Hale. Sollte der bislang für den 8. Dezember geplante Start der Discovery um mehr als neun Tage verschoben werden, wäre ein Flug der Raumfähre zur ISS noch in diesem Jahr unwahrscheinlich. Zwar wurden nach dem Columbia-Unglück im Jahr 2003 Workarounds für das Kalender-Problem entwickelt, die NASA will eigenen Angaben zufolge aber nicht das Risiko eingehen, die Discovery zum Jahreswechsel im All zu haben.

Im Rahmen der Raumtransportermission STS-116 wird mit Christer Fuglesang erstmals auch ein Schwede zur ISS fliegen. Der ESA-Astronaut soll während der zwölftägigen Mission zwei Außenbordeinsätze absolvieren und dabei ein neues Gerüstsegment an der Raumstation montieren. Bei seiner Rückkehr zur Erde wird Fuglesang von Thomas Reiter begleitet, der damit seine halbjährige ISS-Mission beendet. (pmz)

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