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Computerhändler Atelco meldet Insolvenz an

Der Preiskampf bei Computern und Elektronik zwingt ein Unternehmen in die Knie: Der Computerhändler Atelco meldet Insolvenz an. Der Geschäftsbetrieb im Online-Handel und in den 22 Filialen soll aber weiterlaufen.

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Der Computerhändler Atelco ist insolvent. Das Amtsgericht in Arnsberg bestellte am Donnerstag Rechtsanwalt Christoph Schulte-Kaubrügger zum vorläufigen Insolvenzverwalter für die Atelco AG und zwei Tochtergesellschaften. Atelco sucht laut einer Pressemitteilung vom Freitag seit geraumer Zeit nach einem Investor. Zuletzt sei ein Kauf-Interessent für einen Teil der 22 deutschlandweiten Filialen gefunden worden.

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit sei aber nicht genügend Zeit für den Verkauf geblieben. "Die Geschäftsführung sieht in den bereits getätigten Investorengesprächen nach der Insolvenzeröffnung einen guten Ansatzpunkt zur Sanierung und Erhaltung der Unternehmensgruppe", heißt es in der Mitteilung. "Die Versendung von Waren sowie das Anbieten von Dienstleistungen in allen 22 Filialen werden weitergehen", teilte Atelco nach dem ersten Gespräch mit dem Insolvenzverwalter mit.

Insgesamt beschäftigt Atelco nach Auskunft von Prokurist Michael Kotthoff 346 Mitarbeiter, 164 davon am Stammsitz in Möhnesee. Auf seiner Internetseite spricht das Unternehmen noch von 500 Beschäftigten. Die Zahl habe sich durch eine Verkleinerung der Filialen reduziert, sagte Kotthoff. Die Gehälter sind laut Atelco im laufenden Insolvenzverfahren gesichert.

Das Unternehmen war 1988 in Essen gegründet worden. 1992 zog Atelco mit der Firmenzentrale auf ein ehemaliges Militärgelände nach Möhnesee. Laut den im Bundesanzeiger veröffentlichen Angaben lag der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2013/14 (31. März) bei 114 Millionen Euro. Als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde für den Zeitraum ein Verlust von 1,5 Millionen Euro ausgewiesen.

[UPDATE, 24.07.2015, 18:00]

Die Meldung wurde mit neuen Informationen erweitert. (axk)