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Computerpanne legt Antibabypillen-Produktion bei Schering lahm

In Berlin stellt Bayer-Schering-Pharma unter anderem Verhütungspillen her. [Bild: Bayer]

Im Berliner Werk von Bayer-Schering-Pharma ist es nach einer Computerpanne zu einem beispiellosen Produktionsstopp gekommen. Wie eine Unternehmenssprecherin inzwischen gegenüber dem Tagesspiegel bestätigte, fielen bereits am Wochenende mehrere Schichten "aufgrund eines technischen Defekts im Datenverarbeitungssystem" aus. Nähere Details zu Ursachen des Defekts und betroffenen Systemene gab es nicht. Viele der rund 700 im Weddinger Werk Beschäftigten wurden aber wieder nach Hause geschickt. Normalerweise wird dort in bis zu vier Schichten rund um die Uhr produziert.

Den Angaben zufolge betraf das Problem einen zentralen Server. Während es von offizieller Seite heißt, die Produktion laufe seit Montagmittag wieder normal, zitiert der Tagesspiegel "mit der Situation vertraute Personen", die noch am Abend berichtet hätten, die Produktion laufe erst langsam wieder an. Einen solchen Ausfall habe es im Berliner Werk noch nie gegeben, heißt es weiter. In dem Werk werden unter anderem Antibabypillen hergestellt.

Den Schaden, der dem Konzern durch den Ausfall entstanden ist, wollte die Sprecherin nicht beziffern. Die Nachfrage nach Produkten von Bayer-Schering-Pharma, vor allem nach Verhütungspillen wie Yasmin oder Yaz, die in Berlin produziert werden, sei zurzeit aber sehr hoch. Die bereits 1871 gegründete Schering AG gehört seit Dezember 2006 zum Bayer-Konzern. Bayer hatte als so genannter Weißer Ritter geholfen, einen feindlichen Übernahmeversuch des Pharmakonzerns Merck abzuwehren. (pmz)

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