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Computex: Dual-Xeon-Mainboards mit neuen Intel-Chipsätzen

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Gleich vier neue Boards für die kommenden Xeons mit Nocona-Kern, FSB800 und 64-Bit-Erweiterungen  (EM64T) plant Iwill: Der Workstation-Chipsatz Tumwater (mit PCI-Express-x16-Port für Grafikkarten) soll auf dem DJ800 und dem preiswerteren DN800 (im ATX-Format) sitzen. Mit dem Server-Chipsatz Lindenhurst (ohne PCIe x16) und einem einfachen Grafikchip sind jeweils das DNS und das ATX-Board DNSV für kleine Server bestückt.

Die beiden Chipsätze stellt auch Iwill als Nachfolger des E7505 (Placer, mit AGP-8X) und E7501 (Plumas533) vor. Die Webseite Xbit Laboratories berichtete schon im vergangenen November, dass die Typenbezeichnungen für Tumwater und Lindenhurst angeblich E7515 und E7710 lauten sollen. Beide können sowohl mit DDR2-400-Chips auf PC2-3200R-Modulen umgehen (Registered DDR2-DIMMs mit 200 MHz Taktfrequenz) als auch mit PC2700R-DIMMs, also DDR333-Speicher (166 MHz). Seltsamerweise hat Intel bisher für den Lindenhurst aber nur PC2100R- und PC2-3200R-DIMMs validiert.

Laut Iwill soll das DJ800 jedenfalls bis zu 16 GByte DDR2-400-Speicher verkraften (wahrscheinlich in Form von acht 2-GByte-DIMMs) und außer einem PCIe-x16-Steckplatz auch noch PCI-X-133- und PCIe-x4-Slots bieten. Iwill definiert die Platinengröße leider nicht genau, viele Dual-Prozessor-Boards mit PCI-X-Steckplätzen orientieren sich aber mittlerweile am Formfaktor SSI EEB (Server System Infrastructure Initiative Entry-Level Electronics Bay) statt wie früher dem so genannten "Extended-ATX"-Quasistandard zu folgen. Die SSI definiert auch gleich die passende Stromversorgung, üblich ist EPS12V.

Das billigere DN800 passt ins ATX-Format, bietet aber keine PCI-X-Slots und nur vier Steckplätze für maximal 8 GByte DDR333-Speicher (also nicht DDR2). Zusätzlich zum PCIe-x16-Port für eine Grafikkarte ist auch ein Onboard-Grafikchip vorhanden, was sinnvoll ist für den Einsatz in flachen Rack-Gehäusen. Außerdem ist noch ein PCIe-x4-Steckplatz vorgesehen.

Die beiden Lindenhurst-Boards sind ebenfalls nicht für DDR2 ausgelegt. Das DNS soll bis zu 16 GByte DDR333 vertragen und bietet sowohl PCIe- als auch PCI-X-Steckplätze und einen Dual-Gbit-LAN-Chip von Broadcom mit PCIe-Schnittstelle. Beim DNSV sind maximal 8 GByte RAM möglich und es ist ebenfalls ein Dual-GBit-LAN-Adapter an Bord. (ciw)