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Computex: Nvidia renoviert Athlon-Chipsatz

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Kaum hat AMD den Athlon 64 vorgestellt, gibt Nvidia Details zum zweiten Chipsatz für diesen Prozessor bekannt, dem nForce3 250. Im Vergleich zum aktuellen nForce3 150 bietet der Neuling Unterstützung für Serial ATA, bis zu acht USB-2.0-Ports und (in der Version nForce3 250Gb) für Gigabit-Ethernet. Geblieben sind die zwei IDE-Kanäle, AGP8X, der PCI-Controller und das AC97-Sound-Interface. Auch ist der nForce3 250 weiterhin ein Singlechip, also nicht in North- und Southbridge aufgeteilt. Es fehlen weiterhin FireWire und der beim nForce2 vorhandene Dolby-Digital-Encoder.

Der Nvidia nForce3 250Gb bindet Gigabit-Ethernet mit voller Geschwindigkeit an CPU und Speicher an.

Serial ATA sollte der nForce3 150 laut erster Ankündigung zwar schon beherrschen, aber Gerüchten zufolge funktionierte der Port nicht. Auf den Mainboards mit dem nForce3 150 wie dem Asus SK8N oder Gigabyte K8NNXP ist SATA jedenfalls per separatem PCI-Chip implementiert, nicht per Chipsatz.

Nvidia hebt hervor, dass das bis zu 125 MByte/s in beide Richtungen übertragende Gigabit-LAN direkt am Hypertransport-Kanal zum Prozessor und Speicher hängt, sodass die Bandbreite nicht wie bei per PCI angekoppelten Lösungen auf dessen 133 MByte/s beschränkt ist. Intel geht bei den i865- und i875-Chipsätzen für den Pentium 4 mit CSA einen ähnlichen Weg.

Auf Boards mit dem nForce3 150 wie dem Shuttle AN50R ist SATA per separatem PCI-Chip implementiert.

Die Hypertransport-Anbindung an den Prozessor läuft beim nForce3 150 mit 8 Bit Breite und maximal 600 MHz Takt (1,2 GByte/s in beide Richtungen), obwohl der Hypertransport-Link des Athlon mit maximal 16 Bit und 800 MHz (3,2 GByte/s in beide Richtungen) laufen kann. Diese langsamere Anbindung könnte auch der Grund dafür sein, dass in den ersten Benchmarks der Nvidia-Chipsatz etwas langsamer arbeitet als der K8T800 von VIA. Der nForce3 250 soll mit 16 Bit Breite angekoppelt sein.

Den nForce3 will Nvidia in mehreren Varianten anbieten: Schon jetzt ist der 150, Go 150 und Pro 150 in der Auslieferung, gegen Jahresende sollen der 250Gb und 250 folgen. Der nForce 150 ist schon länger auf Boards für den Sockel 940 wie dem Asus SK8N zu finden.

Auf diesem Dual-Opteron-Referenzboard kombiniert Nvidia den nForce3 Pro 250 mit der PCI-X-Bridge von AMD.

Obwohl fast alle Board-Hersteller nForce3-Boards für den Sockel 754 entwickelt haben, kommen nur wenige wie Gigabyte oder Shuttle damit auf den Markt. Die offizielle Begründung lautet meist, dass man aus Kostengründen für AMDs neue Plattform anfangs nur ein Board anbieten wolle, doch inoffiziell waren weitere Gründe zu hören: Das schlechtere Abschneiden im Vergleich zum VIA-Chipsatz spiele ebenso eine Rolle wie diese sehr frühe Ankündigung eines Nachfolgers. Auch seien mittlerweile Boards ohne SATA schwer verkäuflich, was beim aktuellen nForce3 nur mit teuren Zusatzchips realisierbar ist. Ein weiteres Gerücht lautete, dass Nvidia plötzlich die Preise für den nForce3 erhöht habe. (jow)