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Computex-Splitter: Lüfter, WebPads und Adapter

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Die Computex in Taipeh ist nicht nur aufgrund der vielbeachteten Exponate wie etwa neue Prozessoren oder Chipsätze interessant, sondern auch wegen vieler Neuheiten, die nicht unbedingt im Rampenlicht stehen. Auf der Suche nach Perlen und Kuriositäten stießen wir gerade bei kleinen Firmen auf so manches beeindruckende Produkt.

Wer etwa oft mit Speicherkarten von verschiedenen Digitalkameras oder MP3-Playern hantiert, hat sich sicher schon über die vielen verschiedenen Adapter für unterschiedliche Kartentypen geärgert. Hier verspricht die Firma Datafab Abhilfe in Form des am USB-Port anzuschließenden Kartenlesers ML4-USB. Das Gerät kann laut Hersteller CompactFlash-Karten lesen und beschreiben, kommt mit IBMs Microdrive zurecht, bedient SmartMedia- und SecureDigital-Karten und entlockt auch dem MemoryStick seine Daten. Wer letzteres nicht braucht, wird auch bei CHP fündig. Deren Universal-Reader kann immerhin mit den fünf anderen Kartentypen umgehen.

Pfiffig und vor allem klein ist der TravelFlash von PQI. Er misst nur 98 x 63 x 11 mm und liest und schreibt via USB-Port sowohl CompactFlash- als auch SmartMedia-, MultiMedia- und SecueDigital-Karten. Zudem verfügt er über einen integrierten Flash-Speicher, der je nach Modell zwischen 16 und 128 MByte groß ist. Diesen kann man etwa als mobilen Datenspeicher für unterwegs verwenden, wenn keine externe Festplatte zur Hand ist. Das Gerät soll im kommenden Monat in Serie gehen und ist für Händler bereits in Musterstückzahlen für gut 100 Mark zu haben.

Wer schon immer seine Wohnung oder sein Büro via Internet im Auge behalten wollte, sollte einmal einen Blick auf den WebCam-Server LTC-2001 von Leadtek werfen. Das Gerät erlaubt den Anschluß von bis zu vier Kameras mit Composite-Video-Ausgang und bietet zwei steuerbare Schaltkontakte, über die etwa eine Alarmanlage aktiviert werden kann.

Auffällig waren auch die vielen neuen 17"-LC-Displays. Der Trend hin zu dieser Bildschirmgröße hat vor allem damit zu tun, dass viele Panel-Hersteller aus einer Scheibe entweder zwei 18"- oder vier 17"-Schirme herstellen können. Letzteres ermöglicht eine höhere Ausbeute und damit auch einen günstigeren Preis. 18"-Modelle werden deshalb wohl bald nur noch ein Nischendasein führen, zumal sowohl diese wie auch die 17"-Modelle mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten arbeiten. Neben den typischen 08/15-Geräten mit Allerweltsgehäuse gibt es auf der diesjährigen Computex auch eine ganze Reihe schöner Modelle mit interessanten Zusatzfunktionen. So bietet etwa Neovo in Kürze auch auf dem deutschen Markt das Modell X-174 an. Mit schwarzem Gehäuse und Glasfront eignet es sich besonders für repräsentative Umgebungen. Das Gerät besitzt einen digitalen, einen analogen und einen Video-Eingang.

Die gleiche Anschlussvielfalt bietet auch das auf der Computex vorgestellte Modell L7VH von GVision. Sein Gehäuse ist zwar nicht so aufwendig wie das von Neovo, aber dennoch sehr ansprechend. Als Besonderheit verfügt das mit Lautsprechern bestückte Gerät über einen Bild-im-Bild-Modus, bei dem das via Videosignal eingespielte Bild in ein Fenster eingeblendet wird. Das Gerät lässt sich über eine Infrarotfernbedienung steuern. Der Monitorfuß ist zudem für die Aufnahme eines TV-Tuners vorbereitet. Damit eignet sich der L7VH auch als Fernseher-Ersatz.

Die vielen auf dieser Messe gezeigten PDAs und WebPads unterschieden sich kaum von dem, was man bereits auf der CeBIT als Prototyp bewundern konnte. Hinzugekommen sind hier vor allem Bluetooth-Module oder -Adapter. Eine besonders kleine Variante für den USB-Port entdeckten wir bei FIC. Deren BlueGenie ist nur 109 x 30 x 13,5 mm groß und lässt sich direkt am USB-Stecker abwinkeln. Dann ist er nur noch 75 mm lang und ragt nicht mehr so weit aus der USB-Buchse heraus. Das AquaPAD aus gleichem Hause gibt es nun mit 500-MHz-Prozessor (Transmeta TM5400). Es soll im Handel knapp 2000 Mark kosten. Wer auch noch die inzwischen verfügbare Bluetooth-Option haben will, muss etwa 150 Mark mehr ausgeben.

Leisere Lüfter mit höherer Lebensdauer verspricht der Hersteller Sunon, der magnetisch gelagerte Motoren verwendet. Der auf einem Magnetfeld quasi berührungslos schwebende Rotor soll deutlich ruhiger laufen als ein konventionell gelagertes Modell und obendrein weniger verschleißanfällig sein. Ob die mit solchen Lüftern ausgestatteten CPU-Kühler in der Praxis tatsächlich leiser sind als andere, bleibt abzuwarten. Schließlich entsteht ein Gutteil des Lärms auch durch den erzeugten Luftstrom. (gs/c't)/ (em)