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Congstar-Mobilfunkkunden können mit EDGE und UMTS surfen

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Wer einen Mobilfunkvertrag bei der jüngst gestarteten Telekom-Zweitmarke Congstar abschließt, muss auf beschleunigten Datendurchsatz fürs Handy nicht verzichten. Zwar sind in der "Leistungsbeschreibung Mobilfunk" von Congstar (PDF-Datei) unter Punkt 3 – Netzleistungen – lediglich die Datendienste SMS, WAP und GPRS aufgeführt, doch erläuterte Congstar-Sprecherin Ramona Stahl gegenüber heise online, dass die Kunden auch den GPRS-Beschleuniger EDGE und UMTS zum Surfen nutzen können. Voraussetzungen sind natürlich ein geeignetes Endgerät und entsprechende Versorgung durch T-Mobile Deutschland, deren Netz Congstar nutzt. Auf der Website von T-Mobile finden sich Details zur regionalen Funkversorgung.

Die Nutzung von GPRS, EDGE oder UMTS kostet einheitlich 9 Cent pro Minute, ein volumenbezogener Datentarif oder gar eine Flatrate zum mobilen Surfen sind bei Congstar derzeit kein Thema. Verzichten müssen Congstar-Kunden auch auf Videotelefonate übers UMTS-Netz sowie auf den "Datenturbo" HSDPA, mit dem T-Mobile-Kunden in Ballungsgebieten teils schon mit bis zu 3,6 MBit/s in Empfangsrichtung surfen können. Offenkundig existiert hier eine "Stallorder" innerhalb des Telekom-Konzerns, die einer Abwanderung umsatzträchtiger Kunden mit hohem mobilem Datenaufkommen zu Congstar vorbeugen soll.

Der 9-Cent-Minutentarif von Congstar entspricht weitgehend der Option web'n'walk Starter von T-Mobile für die Tarife namens Basix, Max und CombiCard Relax sowie den Relax-Tarifen ohne den Zusatz XL (jene XL-Tarife haben ein monatliches Inklusivvolumen zum Datentransfer). Bei web'n'walk Starter ist der UMTS-Durchsatz auf 384 kBit/s für Downloads und auf 32 kBit/s in Senderichtung eingeschränkt, gegen Aufpreis kann man für die T-Mobile-Verträge HSDPA zubuchen – weitere Details nennt die Tariftabelle zu T-Mobile im Beitrag Kostenfaktor mobiles Internet auf heise mobil. Wer nur gelegentlich surft und sich mit dem gebremsten UMTS-Durchsatz abfinden kann, profitiert hingegen im Congstar-Tarif von der kurzen Kündigungsfrist von zwei Wochen zum Monatsende. (Sven-Olaf Suhl ) / (jk)