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Congstar kündigt Flatrate-Kunden

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Der Mobilfunk- und DSL-Provider Congstar will Kunden, die Mobilfunk-Flatrates aus Sicht des Unternehmens zu intensiv in Anspruch nehmen, offenbar zügig loswerden. Zahlreiche Nutzer des Congstar-Sprachtarifs erhielten ein lapidar gehaltenes Kündigungsschreiben, in dem sie darauf hingewiesen wurden, dass ihnen der Service ab 1. Mai nicht mehr zur Verfügung stehe. Die Pressestelle der Telekom-Tochter Congstar bestätigte auf Anfrage, dass das Unternehmen "einigen wenigen" Kunden gekündigt habe, ohne jedoch einen Grund dafür zu nennen. Rechtlich gesehen ist die Kündigung einwandfrei; genau wie der Kunde hat auch der Provider das Recht, den Vertrag unter Einhaltung bestimmter Fristen zu kündigen.

Flatrate-Angebote, deren Nutzung beim Provider variable Kosten verursacht, sind wirtschaftlich immer ein Risiko. Insbesondere Telefonate und SMS in die Mobilfunknetze werden aufgrund ihrer hohen Grundkosten bei zu intensiver Nutzung für den Provider zum Zuschussgeschäft. Anstatt das Angebot durch eine Deckelung für den Kunden zwar transparent, aber auch weniger attraktiv zu machen, setzen offenbar immer mehr Provider darauf, scheinbare Flatrates zu vermarkten und zu teure Kunden anschließend einfach vor die Tür zu setzen, wie es jüngst Base und Arcor vorexerzierten. (uma)

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