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Connected Cars und intelligente Verkehrsschilder gegen den Verkehrskollaps

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Nach zwei Entwicklungsjahren haben die am Projekt AKTIV (Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr) beteiligten Entwicklungspartner auf dem Gelände der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im nordrhein-westfälischen Bergisch-Gladbach ihre teils rollenden "Meilensteine" präsentiert. Mit mehr als 30 Fahrzeugen wurden eine Reihe von Fahrerassistenzsystemen vorgestellt, darunter ein "Kreuzungsassistent", ein "Spurhalte-Assistent" sowie kooperierende Fahrzeuge, die Streckeninformationen untereinander austauschen.

Das im Dezember 2006 gestartete Projekt AKTIV hat ein Budget von insgesamt 60 Millionen Euro, von denen 25 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium und 10 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung stammen. AKTIV läuft noch bis zum Jahr 2010 mit dem Ziel, den Verkehr mit neuen Fahrerassistenzsystemen sicherer und leistungsfähiger zu machen. Ein intelligentes Verkehrsmanagement soll die Stau-Wahrscheinlichkeit um 15 Prozent reduzieren, während gleichzeitig die Fahrzeugkapazitäten auf deutschen Straßen um 10 Prozent erhöht werden können. Ähnlich wie bei Network on Wheels oder im Car-to-Car Communication Consortium geht es um Fahrzeuge, die mittels Funktechnologien wie WLAN, DAB oder UMTS untereinander Informationen austauschen, sich aber auch mit der Infrastruktur "unterhalten" können. So sollen "sprechende" Verkehrsschilder und Baustellen über sogenannte "Road Side Units" Warnungen absetzen, die in allgemeine Verkehrsinformationssysteme integriert werden können oder von Navigationsgeräten verstanden werden. Außerdem wird im Rahmen von AKTIV daran geforscht, wie Verkehrsdaten über die Mobilfunknetze verschickt werden können.

Neben dem Verkehrsmanagement forscht AKTIV auch im Bereich aktive Sicherheit über praktikable Gefahrbremssysteme oder Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit am Steuer zu erhöhen oder durch Personal Navigation Devices die Ablenkung zu minimieren. Die größte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gilt jedoch dem dritten Teilbereich, in dem "Connected Cars" die Rolle von Staumeldern und Warnungsbaken übernehmen.

Zur "Halbzeit" können die 29 Partner nach einer Mitteilung des Projektbüros mit ihren präsentierten Meilensteinen bereits gute Erfolge vorweisen. Besonders der Nachweis, dass Verkehrssicherheit und Verkehrsmanagement zusammen gehören, dürfte Auswirkungen auf die zukünftige Verkehrstechnik haben. So zeigten die Ingenieure der Projektpartner etwa, wie detaillierte Baustelleninformationen und Informationen zur Verkehrsdichte über "sprechende Verkehrsschilder" zum Fahrzeug übertragen werden. Alle Beteiligten zeigten sich in Bergisch-Gladbach zuversichtlich, dass die intelligenten Assistenzsysteme zum Ende von AKTIV bald in Serienfahrzeugen auftauchen und im Informationsverbund herkömmliche, separate Geräte – vom Navigationssystem über das Stauradio bis zum Mobiltelefon – ablösen werden. (Detlef Borchers) / (ssu)