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Rund um die Uhr im Einsatz: Conrad eröffnet Roboter-Kiosk in Berlin

Roboter "Alex" betreibt künftig in einer Berliner Conrad-Filiale rund um die Uhr einen Verkaufsstand. Menschliche Verkäufer soll er aber nicht verdrängen.

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(Bild: © MIKA-fotografie Berlin)

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Dieser Verkäufer schläft nie: Mit Roboter "Alex" hat die Conrad-Filiale in Berlin-Schöneberg nun einen Mitarbeiter, der rund um die Uhr und das ganze Jahr hindurch unermüdlich Kunden bedient. Wie der Elektronikhändler mitteilt, stehe der humanoide Roboter in einem durchgehend von außen zugänglichen Kioskbereich und verfüge über ein Sortiment von mehr als 30 kleineren Produkten – einschließlich Kabeln oder Batterien, die vielleicht auch außerhalb der Öffnungszeiten dringend benötigt werden.

"Alex" ist ein sogenannter Workerbot, besitzt zwei Greifarme und kann mittels eines Emoji-ähnlichen Gesichts zwölf verschiedene Mimiken imitieren. Meistens strahle er jedoch, lässt Conrad in einer Pressemitteilung wissen. Eine tatsächliche Interaktion mit dem Roboter haben die Kunden allerdings nicht: Bestellen und bezahlen müssen sie an einem herkömmlichen Selbstbedienungs-Terminal, "Alex" reicht dann lediglich die gewünschten Produkte auf ein Ausgabeband.

Eine Bedrohung von Arbeitsplätzen im Verkauf sieht man bei Conrad durch den Workerbot nicht: Dank seiner Hilfe hätten die menschlichen Mitarbeiter mehr Zeit, sich auf Kundenberatung zu fokussieren. Tatsächlich haben menschenähnliche Roboter aktuell noch eine Reihe von Problemen und Schwachstellen, die sie Menschen in vielen Anwendungsfeldern unterlegen machen.

Entwickelt wurde "Alex" von der Berliner Firma pi4_robotics. Er ist nicht der erste zu Showzwecken eingesetzte Serviceroboter bei Conrad: Sein Kollege "Werner" ist bereits seit 2011 im Dienst. Roboter statt simpler Verkaufsautomaten sollen dabei ein "Hingucker" für die Kunden sein und damit die Attraktivität des Einzelhandels erhöhen. (siko)