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Conrad übernimmt Online-Shops von Getgoods

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Was sich bereits abzeichnete ist nun offiziell: Conrad übernimmt die drei operativen Online-Shops für Endkunden der insolventen Getgoods.de Vertriebs GmbH. Dazu zählen getgoods.de, HoH.de und Handyshop.de. Auch fast alle der insgesamt 190 Mitarbeiter will Conrad übernehmen. Nach dem Willen der Conrad-Chefs soll Getgoods.de als Marke und Unternehmen eigenständig bleiben. Jörn Werner, CEO der Conrad Electronic SE, sagt: "Die Mitarbeiter an den Standorten Frankfurt (Oder) und Berlin werden wir zunächst komplett übernehmen. Für sie und auch für die Kunden und Lieferanten von getgoods geht das Geschäft ganz normal weiter. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir ein tragfähiges und wachstumsorientiertes Geschäftsmodell entwickeln. Dabei werden wir versuchen, so viele Arbeitsplätze wie irgend möglich zu erhalten."

Über den Kaufpreis machten beide Unternehmen keine Angaben. Das Kartellamt hat aber bereits seine Zustimmung für den Deal gegeben. "Mit Conrad haben wir einen starken Partner gefunden, der eCommerce versteht. Damit haben wir eine zukunftsfähige Lösung für Kunden und Mitarbeiter erzielt", betonte Rüdiger Wienberg, Insolvenzverwalter der Getgoods.de Vertriebs GmbH.

Nach dem es Mitte des Jahres noch gute Nachrichten von Getgoods.de gab und dort auch noch von Wachstum gesprochen wurde, musste das Unternehmen am 14. November 2013 überraschend Insolvenz anmelden. Das zuständige Amtsgericht Frankfurt (Oder) eröffnete am 4. Dezember 2013 das Insolvenzverfahren über die Getgoods.de Vertriebs GmbH. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rüdiger Wienberg, der bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter des Unternehmens tätig war. "Um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, war eine schnelle Lösung zwingend", ergänzte Wienberg. "Wir sind froh, dass wir diese dank des Einsatzes aller Beteiligten gefunden haben." Mit der Übernahme von Getgoods, das sich mit trendigen Produkten aus den Bereichen Mobilfunk, PC und Unterhaltungselektronik an eine sehr junge Zielgruppe wendet, will Conrad seine strategische Ausrichtung sinnvoll ergänzen. Zudem will das Elektronik-Unternehmen mögliche Synergien in Einkauf und Logistik nutzen.

Conrad will in Abstimmung mit Getgoods so schnell wie möglich eine Lösung für alle von der Insolvenz betroffenen Kunden finden. Ware die vor dem Insolvenzverfahren bestellt wurde, kann laut Getgoods nicht mehr retourniert oder versendet werden. Der Kunde erhält also weder Geld noch Ware. Teilweise hatten Kunden Ware bestellt, die aber bis jetzt nicht geliefert wurde. Diese Kunden können Ansprüche aus der Insolvenzmasse fordern. (roh)

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