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Conrad will insolventen Online-Händler Getgoods übernehmen

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Für den insolventen Online-Händler Getgoods.de zeichnet sich eine Lösung ab. Verhandlungen mit der Handelskette Conrad Electronic seien schon weit fortgeschritten, erklärte der Insolvenzverwalter des Unternehmens aus Frankfurt (Oder) gegenüber der Märkischen Oderzeitung. Das Bundeskartellamt bestätigte der Zeitung darüber hinaus, dass Conrad bereits einen Übernahmeantrag (Aktenzeichen B7-100/13 vom 27.11.2013) gestellt habe.

Getgoods hatte vor zwei Wochen überraschend einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahren gestellt. Das Unternehmen musste seine Zahlungsunfähigkeit einräumen, nachdem Gespräche mit möglichen Investoren gescheitert waren. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 konnte Getgoods seinen Umsatz von 173,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 220 Millionen Euro steigern. Die Profitabilität hält mit dem Wachstum aber offenbar nicht Schritt. Von der Insolvenz sind über 200 Mitarbeiter betroffen.

Eine Woche nach dem Insolvenzantrag wurden die Behörden aktiv: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) geht Medienberichten zufolge einer Anzeige des US-Großhändlers Brightstar nach, der Getgoods vorwirft, 192.000 Handys verkauft zu haben, die dem Händler nicht gehörten. Die Behörden haben die Wohnung des Vorstandsvorsitzenden der Getgoods AG, Markus Rockstädt-Mies, sowie Lagerräume des Unternehmens durchsucht und werten die Ergebnisse derzeit aus. Rockstädt-Mies hat die Vorwürfe gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) als falsch zurückgewiesen und als Ursache der Insolvenz bezeichnet. (vbr)

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