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Consumer-Software: Bildbearbeitung, Diashows und Druckoptimierung

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Fotos bearbeiten, als Diashow präsentiern oder drucken, ohne den Treiber studieren zu müssen: Adobe, Jasc, Microsoft, Shortcut und Ulead etwa präsentieren auf der Photokina in Köln (28. 9. bis 3. 10.) neue Heimanwender-Software rund ums digitale Bild.

Jede Menge Automatik hat Microsoft (Halle 10.1, Stand A022/A028) in Version 10 seiner Einsteiger-Software Picture It! Foto Designer Pro Plus gesteckt: Das Paket kostet 80 Euro und besteht aus einer einfachen Alben-Software sowie einem Bildeditor mit übersichtlichen Dialogen -- die Komplexität der Werkzeuge steckt vor allem in ihren Algorithmen, nicht in der Bedienung. Neu ist beispielsweise eine automatische Farbkorrektur mit vorgeschalteter Bildanalyse, die auch stimmungsvolle Morgen- oder Abendbilder nicht überkorrigiert; weitere Ein-Klick-Funktionen passen Belichtung und Kontrast an oder versprechen, aus minderwertigen Handy-Fotos Brauchbares herauszuholen. Bei der Farbkorrektur lässt Picture It! auch dank der neu eingeführten Gradationskurven noch relativ viel Raum für eigene Vorstellungen. Andere Aufgaben wie etwa das Kaschieren von Bildfehlern lassen sich mangels Ebenen nur eingeschränkt kontrollieren.

Mehr Eigenleistung verlangt Photoshop Elements 3.0 seinem Nutzer ab. Natürlich geht auch bei Adobes Software der Trend hin zu automatischen Korrekturhilfen für eilige Retuscheure, aber insgesamt lässt Adobe seine Nutzer doch an der längeren Leine -- mehr gestalterische Möglichkeiten gewährt schon allein die Arbeit mit Ebenen. Neu in Version 3 sind die eingebaute Bildverwaltung Photoshop Album, welche auch als digitales Leuchtpult zum Vorsortieren taugt, sowie die Unterstützung von Digitalkamera-Rohdaten und Bildern mit 16 Bit pro Farbkanal. Die Consumer-Photoshop-Ausgabe ist in Halle 10.1, Stand C010/D019 zu besichtigen, ebenso wie das neu geborene Premiere Elements 1.0. Beide sollen ab Herbst zum Preis von jeweils 100 Euro in den Läden stehen.

Auch das Bildbearbeitungs-Komplettpaket Paint Shop Pro von Jasc (Halle 10.1, Stand C030/D039) hat mit Release 9 einen Ableger bekommen -- ihn ziert der Zusatz "Studio". Dem für weniger ambitionierte Retuscheure gebauten 80-Euro-Paket liegt eine Bildverwaltung bei, dafür fehlen einige Neuerungen der 130 Euro teuren Profi-Version wie etwa die neue Mal-Engine für realistisch wirkende Kunstwerke in Öl-, Wasserfarben- oder Kreideoptik sowie die Filter gegen Bildrauschen und Farbsäume -- ferner muss Paint Shop Pro Studio ohne Makrorecorder auskommen.

Um spezielle Aufgaben kümmern sich die Tools von Shortcut (Halle 10.1, Stand F021). Bekanntestes Produkt der niederländischen Software-Schmiede ist S-Spline -- ein Spezialist zum Hochrechnen von Bildern, der jetzt unter dem Namen PhotoZoom firmiert. Neu im Sortiment findet sich das rund 30 Euro teure Druck-Utility PhotoPrint: Hier muss der Nutzer nur Papierart, -größe und Drucklayout festlegen -- die Software kümmert sich dann automatisch um die Optimierung der Treibereinstellungen, verspricht der Hersteller.

Ulead (Halle 10.1, Stand D048/E033) geht mit Version 3 seiner FotoBrennerei an den Start, die ab Oktober zum Preis von rund 40 Euro erscheinen soll. Sie erstellt DVD- oder (S)VCD-Diashows für die Präsentation am heimischen Fernseher. Als typisches Einsteigerprodukt wartet FotoBrennerei mit einem ganzen Satz an Vorlagen auf, womit schnell eine Diashow etwa mit Urlaubs-, Sport- oder Hochzeits-Atmosphäre entsteht. Zum Effekterepertoire gehören unter anderem Kameraschwenks und eine Zoomfunktion. Auf Wunsch wird die Diashow automatisch auf die Länge der Hintergrundmusik synchronisiert und deren Lautstärke automatisch heruntergeregelt, wenn der Sprecher einsetzt.

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