Menü

Continental-Chef: Datenverkehr im Auto muss sicher sein

Datenschutz müsse den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs umfassen und dürfe keine Sonderausstattung sein. Absoluten Schutz gebe es aber nicht.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 52 Beiträge
Vernetztes Auto

Ein vernetztes Auto mit Technologie der nächsten schnellen Datenfunk-Technologie 5G an Bord, aufgenommen auf dem Mobile World Congress.

(Bild: dpa, Andrej Sokolow)

Continental-Chef Elmar Degenhart hat sich für mehr Datenschutz im immer stärker vernetzten Auto ausgesprochen. "Als Voraussetzung für den Datenschutz muss der Datenverkehr des Autos genauso sicher sein wie modernes Online-Banking", sagte der Vorstandschef des Reifenherstellers und Technologieunternehmens der Deutschen Presse-Agentur.

Degenhart forderte, die neuen Industrie-Standards für Cybersecurity schnellstmöglich umzusetzen. Der neue Standard erfasse den Lebenszyklus von Fahrzeugen, beginnend mit der Entwicklung über die Produktion und Software-Aktualisierungen bis hin zur sicheren – und datenschutzgerechten – Außerbetriebnahme.

"Datenschutz ist keine Sonderausstattung", betonte Degenhart. Schon in der Entwicklungsphase müssten alle Schnittstellen elektronischer Systeme im Auto abgesichert, Datenflüsse genauestens betrachtet und Kontrollmöglichkeiten der Fahrer ermöglicht werden, sagte Stefan Römmele, Leiter Strategie und Vorentwicklung in Sachen Informationssicherheit und Datenschutz bei Continental.

Mehr Infos

mehr anzeigen

Alle Funktionen im Auto müssten kontinuierlich überwacht werden und regelmäßig Updates erhalten. Die Lebensdauer der notwendigen Software-Schlüssel sei so kurz gewählt, dass sie in der Zeit ihrer Gültigkeit fälschungssicher seien. Aber: selbst ausgefeilte Sicherheitssysteme garantierten keinen absoluten Schutz, warnte er.

Der jüngsten Continental-Mobilitätsstudie zufolge ist der Schutz persönlicher Daten den Befragten wichtig. Demnach würde nicht einmal jeder zweite Autofahrer persönliche Fahrdaten beispielsweise mit seiner Versicherung teilen. Für die Studie hatte das Infas-Institut im Auftrag von Conti je rund 1000 Menschen in Deutschland, den USA, Japan und China befragt. (tiw)