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Continental-Vize Ziebart Favorit für Infineon-Chefsessel

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Der stellvertretende Vorstandschef des Autozulieferers Continental, Wolfgang Ziebart, ist laut Branchenkreisen aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge des im März abgelösten Infineon-Chefs Ulrich Schumacher. Das erfuhr dpa-AFX heute in München. Ziebart sei einer von zwei Kandidaten, er habe aber die größten Chancen. Die Verhandlungen mit Ziebart befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Infineon wollte die Informationen am Abend nicht kommentieren. Auch bei der Continental AG in Hannover lehnte ein Sprecher jeden Kommentar ab.

Frankfurter Analysten sprachen von einer zwar überraschenden, aber nicht unwahrscheinlichen Lösung des Führungsproblems bei dem Münchner Halbleiterkonzern. Bei Infineon würde eine schwere Aufgabe auf den Manager warten. Er müsse einerseits weiter die Kosten senken, andererseits aber das Verhältnis zur Arbeitnehmerseite wieder verbessern. Der Finanzmarkt würde dies dem 54-jährigen Niedersachsen aber durchaus zutrauen, hieß es.

Infineons Interims-Chef Max Dietrich Kley hatte in der Vergangenheit eine schnelle Lösung für die Führungskrise angekündigt -- im günstigsten Falle bereits bis Juli. Schumacher war Ende März vom Aufsichtsrat zum Rücktritt gezwungen worden. Es habe einen Streit über die Strategie und seinen Führungsstil gegeben, hieß es. Eventuelle bilanzielle oder operative Probleme seien kein Grund gewesen. Nach Schumachers Rücktritt war erstmal ein Umzug der Infineon-Zentrale ins Ausland vom Tisch. Für das erste Quartal legte das Unternehmen Zahlen über den Erwartungen der Analysten vor. Schon vor zwei Wochen hieß es, es gebe zwei externe deutsche Kandidaten für die Schumacher-Nachfolge. (dpa) / (anw)