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Continental-Vize Ziebart wird neuer Infineon-Chef

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Continental-Vize Wolfgang Ziebart ist wie erwartet zum neuen Chef des Chip-Konzerns Infineon berufen worden. Der 54-Jährige trete spätestens zum 1. September die Nachfolge des Ende März abgelösten Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schumacher an, teilte Infineon heute nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

"Dr. Ziebart bringt mit seiner Turnaround-Erfahrung, Branchenkenntnis und technischen Expertise hervorragende Voraussetzungen für den Vorstandsvorsitz bei Infineon mit", sagte Max Dietrich Kley, Vorstandsvorsitzender von Infineon. "Mit ihm wird das Management als Team die strategische Ausrichtung von Infineon, die in ihren Eckpunkten unverändert bleibt, vorantreiben, die Motivation der Mitarbeiter fördern und die Ergebnisorientierung weiter verstärken."

Ziebart begann nach Studium und Promotion in München seine Karriere 1977 bei BMW. Dort war er nach verschiedenen Funktionen unter anderem für die Elektronikentwicklung verantwortlich und wurde 1999 als Mitglied in den Vorstand berufen. 2000 wechselte Ziebart zum Autozulieferer Continental AG nach Hannover und leitete dort den Konzernbereich Automotive Systems mit dem Fokus auf Automobilelektronik und elektronische Bremssysteme. Ein Jahr später wurde er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Continental AG berufen.

Max Dietrich Kley bleibt bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers bei Infineon Vorstandsvorsitzender des Halbleiterherstellers. Nach der Übergabe des Amtes wird er seine zwischenzeitlich ruhende Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates von Infineon wieder aufnehmen.

Schumacher war nach einem heftigen Streit im Aufsichtsrat zum Rücktritt gezwungen worden. Ihm wurde ein selbstherrlicher Führungsstil vorgeworden. Zudem soll er die Entmachtung seiner Vorstandskollegen geplant haben. Seit dem Abgang Schumachers hatte Kley das Unternehmen kommissarisch geführt. (anw)