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Contra Trump und Sanders: Bill Gates mischt sich in US-Wahlkampf ein

Sowohl der Republikaner Donald Trump als auch der demokratische Präsidentschaftskandidatenanwärter Bernie Sanders bekommen vom Softwaremilliardär ihr Fett weg.

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Bill Gates

(Bild: dpa, Archiv)

Microsoft-Gründer Bill Gates kann protektionistische Tendenzen der US-Präsidentschaftskandidatenanwärter Donald Trump und Bernie Sanders nicht nachvollziehen. Die USA seien die Hauptgewinner der Globalisierung, sagte er in einem Interview mit der Financial Times. Als Beispiele nannte er die Branchen Software, Flugzeugbau, Pharmazie und das Filmgeschäft.

Der republikanische Anwärter Trump, der die USA auch gerne mit einem Zaun von Mexiko abschotten würde, hatte auf einer Wahlkampfveranstaltung in New York für China Zölle von bis zu 45 Prozent gefordert. Das Reich der Mitte nehme den Amerikanern Jobs und Geld weg. Der Demokrat Sanders wiederum ist ein Kritiker von Freihandelsabkommen und tritt dafür ein, Arbeitsplätze aus Billiglohnländern in die USA zurückzuholen.

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Gates verwies auf Unternehmen wie Boeing und Microsoft, die hochbezahlte Ingenieure beschäftigten und Milliarden in die Forschung steckten, da sie sich auf den Weltmarkt konzentrierten und nicht nur auf den heimischen Markt. Gleichzeitig bringe das vielfältigere Warenangebot auch eine größere Auswahl und preisdrückende Konkurrenz.

"Ich wünschte, wir könnten für eine Woche den Handel mit der Welt einstellen und dass Unternehmen wie Boeing und Microsoft ihre Forschungsinvestitionen beschneiden. Die Menschen würden feststellen, dass das keine gute Idee ist", sagte Gates der Zeitung.

Der Softwaremilliardär warf auch einen besorgten Blick nach Europa, auf die Tendenz zu innengewandter Politik sowie die Auswirkungen der Flüchtlingskrise. Falls sich die Briten entschlössen, die EU zu verlassen, komme vermutlich eine Zeit der Ungewissheit auf Europa zu. (anw)