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Controller für SATA-6G-SSDs mit 500 MByte/s [Update]

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Das US-Startup-Unternehmen Sandforce hat einen besonders schnellen Controller für Server-SSDs entwickelt. Der SF-2000 (PDF-Datei) – in zwei Varianten als SF-25xx und SF-26xx erhältlich – soll laut Hersteller erstmals kontinuierliche sequenzielle Transferraten von rund 500 Megabyte pro Sekunde sowie 60.000 IOPS bei verteilten Zugriffen mit kleinen Datenblöcken über ein 6 GBit/s schnelles SATA-Interface (SATA 6G) liefern und kann bis zu 512 GByte Flash-Speicher ansteuern.

Dabei unterstützt der Controller laut Sandforce aktuelle NAND-Flash-Speicherchips der 30- und 20-Nanometer-Klasse unabhängig von ihrer Schnittstelle -- also sowohl die von Samsung und Toshiba produzierten Chips mit Toggle-DDR-Interface als auch die von Intel und Micron gemeinsam gefertigten Chips nach ONFI-Spezifikation. Neben der Unterstützung von MLC- und SLC-Chips verspricht Sandforce auch Kompatibilität mit der neuen Generation robuster MLC-Speicherchips ("Enterprise-grade NAND", eMLC).

Wie schon der bis dato aktuelle Sandforce-Controller SF-1500, den beispielsweise die Firma OCZ in ihren Server-SSDs der Reihe Vertex 2 EX (PDF-Datei) einsetzt, soll auch der SF-2000 Daten in Echtzeit verschlüsseln. Sandforce spricht neuerdings von einer Verschlüsselung auf zwei Ebenen ("Double Encryption") per AES 128- und 256-Bit und Konformität mit dem Opal-Standard der Trusted Computing Group (TCG) für selbstverschlüsselnde Disks. Einige Firmware-Erweiterungen für das Zusammenspiel mit SAS-Hostadaptern hat der Controller außerdem an Bord.

Sandforce will auf der nächste Woche stattfindenden Storage Networking World Exhibition in Dallas ein Referenzdesign einer 2,5-Zoll-SSD präsentieren. Wann die ersten SSDs mit dem neuen Controller in den Handel kommen, ist noch nicht bekannt. [Update:] Die Firma OCZ hat mittlerweile mitgeteilt, dass sie Anfang 2011 die ersten Flash-Disks mit dem neuen Controller anbieten wird. Erste Muster der neuen SSD-Familie "Deneva" sollen schon Ende dieses Jahr verfügbar sein. [/Update]

Die Ankündigung dürfte jedoch den Druck auf die Firma Intel erhöhen, die ihrerseits Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres eine neue und schnellere Generation (Server-)SSDs ins Rennen schicken will – unklar ist allerdings noch mit welchem Interface. Auf dem vergangenen Intel Developer Forum gab es Hinweise darauf, dass es sich ebenfalls um SATA-6G-Disks handeln könnte. Im Internet kursieren seit einigen Tagen dagegen Spezifikationen, die nur auf moderate Geschwindigkeitssteigerung gegenüber den Vorgängern schließen lassen, sodass SATA 3 GBit/s weiterhin ausreichen würde.

Auch hinsichtlich des Preises verschärft sich der Druck auf Intel weiter. OCZ hat beispielsweise vor einigen Tagen eine erneute Preissenkung verkündet und bietet seine Einsteiger-SSDs für PCs und Notebooks der Reihe Onyx 2 mit dem Client-SSD-Controller SF-1200 von Sandforce nun mit 120 GByte für rund 170 Euro an. Zum gleichen Preis bekommt man auch Intels aktuelle X25-M G2 Postville -- allerdings nur mit 80 GByte Speicher und langsamerem Tempo. (boi)