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Convenience Rollup für Windows 7: Das Nicht-SP2

Microsoft veröffentlicht ein Update-Rollup für Windows 7 mit den Patches der letzten fünf Jahre. Die Update-Orgie nach einer Neuinstallation fällt damit deutlich kleiner aus.

Convenience Rollup für Windows 7: Das Nicht-SP2

Anblicke wie dieser lassen sich mit dem Convenience Rollup vermeiden.

Microsoft hat ein Rollup-Paket für Windows 7 SP1 veröffentlicht, das vielen Anwendern des Betriebssystems die Neuinstallation erleichtern dürfte. Im Paket KB3125574 "Convenience Rollup Update für Windows 7 SP1 und Windows Server 2008 R2 SP1" sollen alle sicherheitskritischen und nicht-sicherheitskritischen Updates stecken, die seit Veröffentlichung des Service Pack 1 für Windows 7 im Februar 2011 bis zum jüngsten April-Patchday für Windows 7 mit SP1 herauskamen – also immerhin fünf Jahre an Patches. Diese betreffen allerdings ausschließlich das Betriebssystem selbst – zusätzliche und mitunter auch wichtige Patches für .NET-Frameworks, der Internet Explorer 11 und so weiter stecken nicht drin.

Um das Rollup auf ein frisch installiertes Windows 7 mit SP1 anwenden zu können, muss vorab der Patch KB3020369 installiert werden, um den Servicing Stack auf den aktuellen Stand zu bringen. Das Convenience Rollup selbst ist ausschließlich über den Microsoft Update Catalog erhältlich, der nur mit dem Internet Explorer funktioniert.

Nach der Installation des Convenience Rollup stehen durchaus noch ältere Sicherheits-Updates aus.

In einem Technet-Eintrag beschreibt Microsoft das Convenience Rollup und weist darauf hin, dass es sich auch mittels DISM in ein WIM-Abbild integrieren lässt. Anwender haben also die Möglichkeit, ein Installationsmedium für Windows 7 zu bauen, das auf dem Patchlevel von April 2016 steht. Nach der Installation eines solchen Systems stehen via Windows Update dann nur noch die Updates an, die seit Mai 2016 erschienen sind – sowie Updates für Internet Explorer, .NET-Frameworks & Co.

Microsoft nennt das Convenience Rollup ausdrücklich nicht "Service Pack 2", obwohl es aus Sicht vieler Anwender genau das sein dürfte. Doch es gibt Unterschiede: Die Veröffentlichung eines weiteren Service Pack würde eine neue Support-Dauer-Richtlinie auslösen, denn Microsoft garantiert den Support für ein Betriebssystem nur, wenn das aktuelle Service Pack installiert ist.

Zwei Jahre nach der Veröffentlichung eines Service Packs entfällt der Support für Windows-Installationen, auf denen es nicht installiert ist. So etwas ist hier ausdrücklich nicht der Fall; Microsoft betont sogar, dass die Installation des Convenience Rollup optional ist. Wer es nicht herunterlädt, bekommt es auch nicht via Windows Update – sondern einfach den gewohnten Schwall an einzelnen Patches.

In einem kurzen Test ging die Installation des Rollup-Pakets schnell vonstatten: In einer virtuellen Maschine (frisch installiertes Windows 7 Home Premium SP1 x64, zwei Haswell-Kerne, 4 GByte RAM, SSD-Speicher) dauerte die Installation inklusive KB3020369 und Neustart des Systems gerade einmal 12 Minuten. Die anschließende Update-Suche rödelte dann aber trotzdem etwa eine Stunde mit voller Auslastung eines CPU-Kerns herum, bevor sie 52 offene Updates präsentierte. Anders als von Microsoft versprochen finden sich darunter noch 29 Stück, die zwischen 2012 und April 2016 erschienen sind – darunter zehn sicherheitskritische. Wie zu erwarten bietet Windows Update außerdem den Internet Explorer 11, .NET-Framework-Pakete, Updates für den Treiber-Framework etc. an. (jss)

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