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Cookie-Banner: Jeder zweite Internetnutzer fühlt sich gestört

Aufpoppende Hinweise informieren über die Verwendung von Cookies auf Webseiten. Das stört die Mehrheit der Internetnutzer, sagt eine Umfrage der Bitkom.

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Cookie-Banner: Jeder zweite Internet-Nutzer fühlt sich gestört

Rund 55 Prozent der Internetnutzer stören sich an Cookie-Bannern, die auf Webseiten auf den Umgang mit Cookies hinweisen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Demnach können 44 Prozent der Befragten nicht verstehen, warum die Hinweise zur Verwendung von Cookies eingeblendet werden müssen.

Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsleitung der Bitkom befürchtet, dass sich die Lage noch verschlechtern könnte und verweist auf die von der EU geplante ePrivacy-Verordnung (EPVO). Die Verordnung sieht vor, dass Cookies auf kommerziellen Internetauftritten abgelehnt werden können, ohne dass die Nutzbarkeit der Webseite dadurch maßgeblich beeinträchtigt wird. Dadurch könnten die Hinweise künftig noch deutlich umfangreicher und damit störender ausfallen, als es bisher der Fall ist – sofern die Privacy-Einstellungen nicht sowieso in den Browser ausgelagert werden.

Der Umfrage zufolge beachten 39 Prozent der Internetnutzer die Cookie-Banner ohnehin nicht. 18 Prozent wollen sie noch nie wahrgenommen haben. Für etwas mehr als ein Drittel, etwa 39 Prozent der Internetnutzer, seien die Cookie-Hinweise dagegen ein wichtiges Instrument, um sich darüber zu informieren, wie Cookies auf einer Webseite eingesetzt werden.

"Cookies können einen Mehrwert sowohl für Internetnutzer als auch für Webseitenbetreiber haben", sagt Dehmel. Sie weist darauf hin, dass Cookies nicht nur für den Betreiber wichtig zur Webseitenanalyse sind, sondern auch dem Nutzer Vorteile bringen können, etwa beim Speichern von Warenkorb-Informationen oder Spracheinstellungen.

Der überwiegende Teil der Internetnutzer sieht das aber den Umfrageergebnissen zufolge nicht so: Rund 54 Prozent löschen Cookies in ihren Browser-Einstellungen, sicherlich auch, um damit etwaigem Werbe-Tracking zu entgehen.

Für die repräsentative Umfrage hat Bitkom Research 1009 Internetnutzer befragt. (olb)

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