Core i7-1068G7: Intels erster 10-nm-Prozessor mit über 4,0 GHz kommt bald

Die höheren Taktfrequenzen erkauft sich Intel beim Core i7-1068G7 durch eine Leistungsaufnahme von 28 statt 15 Watt.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 130 Beiträge

(Bild: Intel)

Von

Intel liefert die im August 2019 angekündigte Vierkern-CPU Core i7-1068G7 in den kommenden Monaten an Notebook-Hersteller aus. Technisch ist das Modell eng mit dem bisher verfügbaren Topmodell Core i7-1065G7 verwandt. Der größte Unterschied betrifft die Thermal Design Power (TDP) von 28 statt 15 Watt, was höhere Taktfrequenzen bringt.

Der Core i7-1068G7 überschreitet als erster Prozessor aus Intels 10-Nanometer-Fertigung die Marke von 4,0 GHz: Ein einzelner Rechenkern kann sich kurzfristig auf 4,1 GHz beschleunigen. Der Basistakt aller vier Rechenkerne liegt bei 2,3 GHz. Der bisherige Core i7-1065G7 kommt auf 1,3 bis 3,9 GHz. Hyper-Threading zur Verdopplung der Threads ist bei allen Ice-Lake-U-Prozessoren aktiv. Die Iris-Plus-Grafikeinheit mit 64 Ausführungseinheiten und maximal 1100 MHz lässt Intel unangetastet. Notebooks mit dem Core i7-1068G7 sollen bis März 2020 erscheinen, wie Intel gegenüber der Webseite AnandTech bestätigte.

Ultrabooks mit den sparsameren Ice-Lake-Y-Prozessoren (9 Watt TDP) sollen laut Intel derweil im ersten Halbjahr 2020 erscheinen. Das Topmodell Core i7-1060G7 hat vier Kerne, acht Threads und legt CPU-Taktfrequenzen von 1,0 bis 3,8 GHz an. Die schwächeren Vierkerner unterschreiten sogar die Gigahertz-Marke – beim Core i5-1030G4 verspricht Intel einen Basistakt von 700 MHz.

Selbst mit dem zusätzlichen Energiebudget von 28 Watt kommt der Core i7-1068G7 nicht an das Taktpotenzial von Intels bisherigen 14-nm-CPUs heran. Die parallel laufende 14-nm-Serie Comet Lake-U alias Core i-10000U erreicht 4,9 GHz auf vier Rechenkernen (Core i7-10510U) beziehungsweise 4,7 GHz auf sechs Rechenkernen (Core i7-10710U) bei 15 Watt TDP. Dafür fällt die Leistung pro Takt niedriger aus als bei den 10-nm-Modellen. Eine Sechskern-Option bietet Intel in der Ice-Lake-Familie nicht an.

Konkurrenz erhält Intel außerdem durch die neuen 7-nm-Prozessoren von AMD: Ryzen 4000U (15 Watt) und Ryzen 4000H (35 / 45 Watt) bieten bei ähnlichen Boost-Taktraten bis zu acht Rechenkerne. Die Basistaktfrequenzen fallen bei AMD mit bis zu 2,7 GHz deutlich höher aus als bei Intel.

Prozessor Kerne / Threads Basistakt Turbo (1 / alle Kerne) GPU TDP
Ice Lake-U
i7-1068G7 4 / 8 2,3 GHz 4,1 /3,6 GHz 64 EUs 28 W
i7-1065G7 4 / 8 1,3 GHz 3,9 / 3,5 GHz 64 EUs 15W
i5-1035G7 4 / 8 1,2 GHz 3,7 / 3,3 GHz 64 EUs 15W
i5-1035G4 4 / 8 1,1 GHz 3,7 / 3,3 GHz 48 EUs 15W
i5-1035G1 4 / 8 1,0 GHz 3,6 / 3,3 GHz 32 EUs 15W
i3-1005G1 2 / 4 1,2 GHz 3,4 / 3,4 GHz 32 EUs 15W
Ice Lake-Y
i7-1060G7 4 / 8 1,0 GHz 3,8 / 3,4 GHz 64 EUs 9W
i5-1030G7 4 / 8 0,8 GHz 3,5 / 3,2 GHz 64 EUs 9W
i5-1030G4 4 / 8 0,7 GHz 3,5 / 3,2 GHz 48 EUs 9W
i5-1000G4 2 / 4 1,1 GHz 3,2 / 3,2 GHz 48 EUs 9W
i3-1000G1 2 / 4 1,1 GHz 3,2 / 3,2 GHz 32 EUs 9W

(mma)