Core i9-9900KS: Intel stellt selektierten 5-GHz-Prozessor wieder ein

Intels bisher schnellster Mainstream-Prozessor macht Platz für die kommende Generation Comet Lake-S, angeführt vom Core i9-10900K.

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(Bild: Christof Windeck / c't)

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Nur vier Monate nach der Vorstellung des Core i9-9900KS stellt Intel die Produktion des Prozessors nach eigenen Angaben wieder ein. Das Modell deklarierte der Chiphersteller von Anfang an als limitierte Version und implizierte damit eine kurze Verkaufsdauer.

Die jetzige Einstellung betrifft ausschließlich den Core i9-9900KS als selektierte Version des Core i9-9900K, die einen Turbo-Takt von 5,0 GHz auf allen acht Rechenkernen erreicht. Modelle wie den Core i9-9900K mit 4,7 GHz auf allen CPU-Kernen produziert und verkauft Intel vorerst weiter.

Im Handel macht sich die eingestellte Produktion des Core i9-9900KS bereits bemerkbar. Nur noch zwei Shops führen den Prozessor für unter 600 Euro, können ihn aber nicht sofort verschicken. Amazon und Caseking haben den Core i9-9900KS auf Lager, rufen jedoch rund 700 Euro auf. Zum Vergleich: Der minimal langsamere Core i9-9900K ist für 530 Euro erhältlich. Im AMD-Lager bekommen Käufer für 300 Euro den Achtkerner Ryzen 7 3700X – das Topmodell für die CPU-Fassung AM4, der Ryzen 9 3950X, kostet 770 Euro.

Laut der Webseite Computerbase erwartet der Berliner-Händler Caseking nur noch eine kurze Verfügbarkeit des Core i9-9900KS, bis der Prozessor komplett vergriffen ist.

Derzeit dürfte sich Intel auf die Markteinführung der nächsten Desktop-Generation Comet Lake-S vorbereiten. Der Core i9-10900K als Topmodell für die neue Mainstream-Plattform LGA1200 geisterte bereits mehrfach durch die Gerüchteküche: Zehn Rechenkerne mit 14-Nanometer-Technik gelten als offenes Geheimnis; der All-Core-Turbo soll bei knapp 5,0 GHz liegen. Als Vorstellungstermin ist seit Wochen der April 2020 im Gespräch.

(mma)