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CorelDraw als Light-Version

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Das Grafikpaket CorelDraw bekommt einen kleinen Bruder: CorelDraw Essentials soll vor allem semiprofessionelle Nutzer bedienen. Im Wesentlichen bestehen die Essentials aus abgespeckten Versionen des Vektorgrafikprogramms CorelDraw 9 und der Bildbearbeitung PhotoPaint 9 – derzeit aktuell ist CorelDraw 10.

Für die Light-Version hat der Hersteller vor allem die professionellen Funktionen für Druckvorstufe und Publishing gekappt. Bei der PDF-Ausgabe fehlen Jobtickets und OPI-Optionen (Open Prepress Interface); zudem lassen sich keine PDFs für die Druckvorstufe erzeugen. Beim Drucken muss man auf Farbseparation, einige ICC-Profile und Druckvorstufen-Einstellungen verzichten. Darüber hinaus fehlen sämtliche Online-Menüoptionen, Netzwerkunterstützung, VBA (Visual Basic for Applications) und ein großer Teil der Cliparts und Fonts. Laut Hersteller bieten die Essentials dafür mehr Vorlagen sowie neue Beispiele und sind darüber hinaus Windows-XP- und Pentium-4-optimiert. Mit im Paket liegen unter anderem die Bilderverwaltung Canto Cumulus LE 5 sowie das Screenshotprogramm Corel Capture.

Ab August soll CorelDraw Essentials (nur für Windows) zum Preis von 199 Mark in den Regalen stehen und wird damit wohl in heftige Konkurrenz zu reinen Bildbearbeitungsprogrammen wie Paint Shop Pro oder dem erst vor kurzem erschienenen Adobe-Mittelklassemodell Photoshop Elements treten. (atr)