Menü

CorelDraw erscheint für macOS

Corel hat die CorelDraw Graphics Suite 2019 für macOS komplett neu entwickelt. Neben der Windows-Version erscheint außerdem eine Web-Anwendung.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 62 Beiträge
CorelDraw erscheint für macOS

Die Mac-Version von CorelDraw sieht etwas anders aus als der Klassiker, ist aber funktionsgleich mit der Windows-Fassung.

Die CorelDraw Graphics Suite 2019 erscheint für macOS und zwar völlig funktionsgleich wie die Windows-Version inklusive CorelDraw, Photo-Paint, Corel AfterShot HDR und Font-Manager. Etwa drei Jahre hat Corel daran gearbeitet, um von Anfang an ein vollwertiges Produkt anbieten zu können.

Die Mac-Version richtet sich an Designer, die bewusst diese Plattform gewählt haben, CorelDraw aber noch nicht kennen. Dementsprechend unterscheidet sich die Bedienoberfläche von der Windows-Version. Außerdem unterstützt sie Spezialitäten wie den Darkmode von macOS Mojave und die Touchbar des MacBook Pro. Standardmäßig bietet letztere Werkzeuge wie Auswahl und Zoom. Wenn man beispielsweise das Textwerkzeug auswählt, erscheinen Textbearbeitungsfunktionen.

Der Objekt-Manager zeigt nun Vorschaubilder der Grafikbestandteile.

Der Objekt-Manager in CorelDraw hat eine Suchfunktion bekommen und zeigt in Version 2019 Vorschaubilder der grafischen Bestandteile an. Zuvor war man auf den Beschreibungstext angewiesen. Eine neue Funktion zum Suchen & Ersetzen findet Zeichenkomponenten und ändert deren Eigenschaften, sodass man für mehrere Objekte gleichzeitig die Farbe, die Füllung oder den Umriss ändern kann. CorelDraw 2019 exportiert außerdem PDF/X4-Dokumente für die Druckvorstufe.

Beim Erstellen von Vektorgrafiken fürs Web arbeitete CorelDraw pixelgenau, wenn man im Ansicht-Menü auf Pixelansicht umschaltet. Sie verdeutlicht, wie die Grafik beim Export fürs Web aussehen wird. Vektorgrafiken kann man in diesem Modus am Pixelraster ausrichten und so beim PNG-Export gestochen scharfe horizontale und vertikale Kanten erzielen.

CorelDraw 2019 wendet die auch schon vorher enthaltenen Effektfilter nichtdestruktiv an, beispielsweise den Gauß'schen Weichzeichner. Diese Effekte lassen sich mit Stilen wir Füllungen und Umrisslinien kombinieren.

Unter dem Namen CorelDraw.app soll auch eine Web-Anwendung erscheinen. Sie nutzt laut Corel HTML5 und die Technik des übernommenen Berliner Unternehmens Gravit. Die Web-App unterstützt CMYK und soll CorelDraw-Dateien anzeigen sowie um Grafiken, Anmerkungen oder Textelemente versehen können. Nicht änderbare Elemente zeigt die Web-Anwendung als geschützt an. Angeschlossen ist ein Cloud-Bereich, in dem man Dateien ablegen kann. Die Web-App wird exklusiv für Kunden der CorelDraw Graphics Suite 2019 zur Verfügung stehen.

(Quelle: CorelDraw)

Das Programm erscheint separat für Windows und macOS. Eine Lizenz lässt sich also nicht auf beiden Plattformen simultan einsetzen. Beide Ausführungen sollen sich als CorelDraw Store Edition künftig über die jeweiligen App Stores beziehen lassen. Das betrifft aber nur CorelDraw selbst und nicht die gesamte Suite.

Die Vollversion der CorelDraw Graphics Suite 2019 kostet 699 Euro. Das Upgrade ist für 349 Euro erhältlich. Im Abo kostet das Programm 239,40 Euro im Jahr oder 34,95 Euro für 30 Tage. (akr)