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CorelDraw wandelt Skizzen in Bézier-Kurven

Die CorelDraw Graphics Suite 2017 bringt das Werkzeug LiveSketch mit. Es wandelt Skizzen in Kurven und soll die Vektorgrafik revolutionieren: Einzelne Kurvenpunkte mit der Maus setzen war gestern. Die Zukunft gehört dem natürlichen Zeichnen.

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Corel: CorelDraw Graphics Suite 2017 (deutsch) (PC) (CDGS2017DEDP)
Corel: CorelDraw Graphics Suite 2017 (deutsch) (PC) (CDGS2017DEDP) ab € 467,–

Das Grafikpaket CorelDraw erscheint erstmals mit dem Zusatz 2017 statt mit einer Versionsnummer. Hersteller Corel markiert mit der CorelDraw Graphics Suite 2017 den Wechsel von neuen Versionen alle zwei Jahre zu jährlichen Updates. Die Graphics Suite besteht aus den Programmen CorelDraw, Photo-Paint, Font Manager, PowerTrace, Website Creator, Connect und Capture. Wichtigster Bestandteil ist und bleibt der Vektorzeichner CorelDraw.

Das Werkzeug LiveSketch wandelt grobe Skizzen in Bézier-Kurven und soll damit die Vektorgrafik revolutionieren.

Vektorgrafik steckt laut Corel in den 90er Jahren fest, als die Technik wenig mehr hergab als die unpräzise Maus. Illustrationen über einzeln gesetzte Kurvenpunkte zu erzeugen, ist ein anachronistischer und vergleichsweise komplizierter Workaround. Mit dem neuen Werkzeug LiveSketch sollen CorelDraw-Nutzer auf natürliche Weise Vektorgrafiken zeichnen können, ohne nach digitaler Arbeitsweise Kurvenpunkte setzen zu müssen.

Aus Skizzen vom Wacom-Tablett erzeugt LiveSketch selbstständig Bézier-Kurven. Dabei bestimmt der Anwender, nach wie vielen Sekunden CorelDraw die Zeichnung vektorisiert. Bis dahin kann er mehrere Anläufe für die perfekte Kurve unternehmen, eine Kurve aus mehreren Teilstrichen zusammensetzen oder aus verschiedenen Linien eine Mittellinie bilden lassen.

Bei Wacom-Stiften unterstützt CorelDraw neben Druck nun auch Neigung, Rotation und Orientierung. Gezeichnete Kurven lassen sich nachträglich editieren; Stift-Eigenschaften wie Neigung und Druck bleiben erhalten. Die Stift-Unterstützung bis zum 6D-Pen erstreckt sich auch auf Corel Photo-Paint.

Das Update bringt Unterstützung für Windows 10 inklusive Ultra-Hi-DPI-Bildschirme bis zu 8K sowie für den Microsoft Surface Dial, bleibt aber kompatibel mit Windows 7 und Windows 8.1. Beim Abtrennen der Tastatur von einem Hybrid-Gerät wechselt CorelDraw automatisch in einen Arbeitsbereich, der für Touch-Bedienung optimiert ist.

CorelDraw nutzt auf Wunsch das Adobe-Farbmanagement, wenn Programme beider Hersteller auf demselben Rechner installiert sind. Weiterhin stehen Import- und Exportfilter für PSD, AI PDF, EPS und andere Formate zur Verfügung.

Im Paket enthalten sind neben den oben genannten Programmen der Bildskalierer PhotoZoom Pro 4 und Materialien wie 10.000 Clip-Arts, 2000 hochauflösende Bilder und 1000 Schriften. Die Vollversion steht ab sofort bei Corel zum Verkauf und kostet nach wie vor 700 Euro. Upgrade-Preise beginnen ab 350 Euro. Ein Abo kostet 20 Euro im Monat bei Laufzeit auf ein Jahr. (akr)