Coronavirus: Smartphone-Markt gibt nach, Hersteller verlagern Produktion

Marktforscher erwarten stark sinkende Absatzzahlen am Smartphone-Markt. Google und Microsoft verlagern ihre Produktion aus China.

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(Bild: zixia/Shutterstock.com)

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Die Marktforscher von IDC erwarten aufgrund des Coronavirus 10,6 Prozent weniger Smartphone-Verkäufe in der ersten Jahreshälfte. Im gesamten Jahr sollen nur gut 1,3 Milliarden Geräte ausgeliefert werden, was einem Rückgang um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Erst im Folgejahr würden die Verkäufe wieder steigen. Für 2021 werden über 1,4 Milliarden ausgelieferte Geräte erwartet.

China ist der größte Absatzmarkt für Smartphones und schwer vom Coronavirus betroffen. Die Verkäufe sind daher eingebrochen, sagen die Marktforscher. Für andere Märkte werden hingegen in erster Linie die Produktionsengpässe als Problem angesehen. Durch Fabrikschließungen, Quarantänemaßnahmen und Reisebeschränkungen sind die Lieferketten vielfach unterbrochen.

Google und Microsoft reagieren auf die Probleme durch das Coronavirus und verlagern ihre Produktion nach Südostasien. Google soll nach Medienberichten sein Pixel 4A ab April in Vietnam produzieren. Auch sein nächstes Smartphone-Flaggschiff, das Pixel 5, könnte dort hergestellt werden. Unter anderem soll eine alte Nokia-Fabrik in der nordvietnamesischen Provinz Bac Ninh zum Einsatz kommen. Für Microsoft wird erwartet, dass im zweiten Quartal erste Surface-Geräte in Vietnam vom Band laufen.

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Auch über Apple wurde kürzlich bekannt, dass Teile der Produktion nach Indien, Taiwan und Vietnam verlagert werden. Von Samsung weiß man schon länger, dass seine Smartphones vielfach in Vietnam produziert werden. (mjo)