Coronavirus-Stillstand: Lockdown-Tipps für Woche drei

Weiter dreht sich das Homeoffice-Rad. Hier kommen die Tipps, wie Sie die Zeit drumherum gut nutzen können.

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Statt Hamster im Rad: Lieber Meerschweinchen in der Hängematte.

(Bild: axk)

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Willkommen in einer neuen regulären Arbeitswoche. Für die meisten dreht sich das Homeoffice-Rad wieder, ob Sie nun in Jogginghose oder Jeans darin laufen. Aber kommen wir erst nochmal zum Wochenende: Wie haben Sie die Zeit genutzt? Verwandelt sich Ihre Wohnung langsam in das Bild eines Katalogs für Wohnaccessoires? Hängt das Regal in der Abstellkammer endlich, das zuvor monatelang unaufgebaut auf dem Fußboden lag? Hat das Unkraut in den Fugen am Balkon oder im Garten den Kampf verloren? Oder Sie den Kampf, den Kindern hinterher zu räumen? Sie haben Ihrer Liebsten einen Blumenstrauß aus einem lokalen Geschäft bestellt, und damit gleich doppelt Gutes getan? Das klingt doch alles ziemlich erfolgreich. Und falls auf Sie eher zutrifft, dass Ihre Augen kariert sind von der vielen Bildschirmzeit, macht auch nichts.

Immerhin hat es am Freitag die letzte Folge der Serie "Star Trek: Picard" gegeben. Tränchen verdrückt? Unser Rezensent war so semi begeistert. Für diejenigen, die meinen, sie hätten eine bessere Storyline erdenken können, gibt es hier eine Art Anleitung, wie man einen Roman schreibt.

Tipps für nicht ganz so ambitionierte Leser folgen nun:

Beim österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dem ORF, haben sich einige Kollegen in Isolationshaft begeben, so bezeichnet es zumindest Nachrichtenmoderator Armin Wolf. Er schreibt auch in seinem Blog über die Erfahrungen in der Corona-WG. Macht Spaß zu lesen. Und ein bisschen kann man dadurch das eigene Zuhause wieder mehr schätzen.

Kurz Mal abschalten, das macht man sonst ja auch eben mit Kollegen im Flur, in der Kantine oder beim Kaffeeautomaten. Fällt flach, wenn man nicht ins Büro kommt. Jemand hat seine Zeit genutzt, um berühmte Albumcover Corona-tauglich zu machen. Sie können nun ihre Pause nutzen, um sich das anzuschauen. Ähnliches gibt es auch mit bekannten Markenlogos.

Wissen Sie, was das Beste daran ist, wenn man nicht rausgeht – man muss sich die Hände nicht so oft waschen, dass die Haut an den Knöcheln bröckelt. Ansonsten:

Beim Thema Waschen weisen wir kurz noch darauf hin, dass auch Tastaturen gerne mal geputzt werden. Und Smartphones.

Zu den zahlreichen Digitalangeboten mit Kursen von Programmieren bis Mathe-Nachhilfe, gesellt sich jetzt auch Hogwarts. Die Zauberschule bietet nahezu den kompletten Stundenplan online an. Wenn Sie schon dabei sind, Ihre Zauberstab-Skills zu verbessern, versuchen Sie doch bitte, dieses Virus weg zu hexen.

Zauberei war nie Ihr Lieblingsfach? Sie interessieren sich mehr für außerirdische Lebensformen. Die NASA bietet VR-Touren durch die eigenen Räumlichkeiten, Podcasts und Videos des Weltalls. Wir bauen ja drauf, dass wenigstens übermorgen Alf dort vorbeischaut.

Noch ein Ersatz, wenn das mit dem Hexen nicht klappt: Fangen Sie das Virus im gleichnamigen Brettspiel, das der Falter, ein österreichisches Magazin zum Download zur Verfügung gestellt hat. Während Sie die Würfel rausholen, basteln wir an etwas anderem. Spoiler: Morgen bekommen Sie ein Coronavirus-Bullshit-Bingo von uns. Vorschläge, was dort auf jeden Fall dazugehört, nehmen wir gerne!

Für die Quizzer kommt hier noch der Verweis auf den großen Schlagzeilen-Check.

Ebenfalls das online-Angebot erweitert hat die Kestner Gesellschaft, ein Museum aus Hannover. Die aktuellen Ausstellungen werden in Videos diskutiert, es gibt Basteltipps für Kinder und digitale Gesprächsrunden. Derzeit gezeigte Künstler sind Katinka Bock und Jean-Luc Mylayne – ob dessen Eltern Fans von einem gewissen Captain waren? Ja, wir haben diesen Tipp fast nur wegen dieses zu naheliegenden Witzes aufgenommen. Passt aber gar nicht wirklich, der Künstler ist nämlich 74 Jahre alt.

Mehr Kunst gibt es virtuell aus dem Guggenheim Museum in New York City, samt Zeichenkursen. Die Schirn in Frankfurt hat ein Angebot, das Rundgänge und Podcasts umfasst. Diese Hinweise sind beispielhaft zu sehen, denn fast alle Kunst- und Kultureinrichtungen haben inzwischen auf die widrigen Umstände reagiert und sie angenommen. Das ist erstaunlich und großartig.

Sie würden zwar gerne, wie oben erwähnt, Ihre Wohnung zu einem Schmuckstück machen, wissen aber nicht wie? Gruner+Jahr hat ein großes Portfolio an eigenen Magazinen gratis online gestellt: Darunter auch "Schöner Wohnen" und "Couch". Die eigenen Fähigkeiten in der Küche können Sie mit "Beef" ausbauen. Ihr Adelswissen lässt sich dank "Gala" erweitern. Das ganze läuft unter dem Titel "Deutschland bleibt zuhause".

Von uns gibt es hier eine Liste mit Gratis-Make-Artikeln.

In unseren bisherigen Lockdown-Tipps finden sich noch weitere Anregungen, die auch weiterhin gültig sind:

Sollten Sie erst jetzt ins Homeoffice gewechselt sein oder sich einfach noch immer nicht eingerichtet haben, können Ihnen die folgenden Meldungen helfen. Auch der Branchenverband Bitkom hat eine Seite mit Informationen zur Situation, Umfragen und Hilfestellungen zusammengestellt.

(emw)