Coronavirus-Stillstand: Lockdown-Tipps zum Wochenstart

Neue Woche, neues Glück: Oder auch noch mehr Zeit daheim. Wir haben weitere Tipps, was Sie machen können.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 45 Beiträge

Erst Spaß, dann Staubfänger.

Von

Es ist Montag, na no na net (österreichisch für sowas wie "ach, was"). Die Arbeitswoche beginnt also, für viele Menschen weiterhin im Homeoffice. Über das Wochenende hat sich die Lage eher noch verschärft. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte gestern, die Länder und Regierung haben sich auf weitere Maßnahmen geeinigt. Es gilt, nur zwei Personen dürfen sich draußen gemeinsam aufhalten, Ausnahmen bilden Familien. Auch Sport im Freien, Spazierengehen, der Weg zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben erlaubt. Dafür haben weitere Geschäfte geschlossen, etwa Friseursalons und andere kosmetische Einrichtungen. Kurz nach der Pressekonferenz musste sich Merkel dann selbst in häusliche Quarantäne begeben, sie hatte Kontakt zu einem Arzt, der infiziert ist. Nun wird auch aus dem Homeoffice heraus regiert.

Weltweit sind inzwischen etwa 330.000 Infizierte bekannt. 14.400 Menschen haben die Lungenkrankheit Covid-19 nicht überlebt. Die Zahlen sind jedoch teilweise mit Vorsicht zu betrachten, gerade am Wochenende kann es zu Verzögerungen der Meldungen gekommen sein. Eine Art Simulator der Ausbreitung gibt es hier.

Fast überall auf der Welt gibt es Ausgangssperren. Entsprechend sitzen mehr Menschen als sonst für den Bildschirmen. Die Bundesregierung hat nochmal beteuert, dass die Netze den zunehmenden Datenverkehr problemlos verkraften. Sollten Sie Probleme mit dem Internet haben, hier gibt es einige Faustregeln, die zu beachten, helfen kann.

Neben den Kontaktsperren überlegt die Bundesregierung auch, ob eine Handyortung von Kontaktpersonen von Infizierten erlaubt werden könnte. Der Bundesdatenschutzbeauftragte, Ulrich Kelber, verlangt zuvor einen Wirknachweis. Die Diskussion wird daher vermutlich noch anhalten. Welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird, darüber hat sich der Zukunftsforscher Matthias Horx Gedanken gemacht. Ein bisschen Glaskugel gehört zu diesem Beruf wohl dazu, dennoch sind die Prognosen nicht uninteressant.

Unsere Vermutung Nummer eins: Die Arbeitswelt wird sich ändern. Haben auch Sie inzwischen eine Reihe neuer Software installiert? Wir probieren uns derzeit an vielen Stellen durch die Tools, Chats, Videokonferenzen, gemeinsames Bearbeitung von Dokumenten. Hier sind nochmal unsere Tipps+Tricks zum Thema Homeoffice. Natürlich bringen wir zudem alle Neuerungen und Änderungen als Meldungen in unserem Newsticker.

Nun aber zu den Tipps, wie Sie die Zeit neben der Arbeit gestalten können.

Ein Tipp von unserem Leser, Erich Wälde (danke!), den wir prima finden und deshalb sofort aufnehmen: Mit der App des Projekts phyphox, steht für Physical Phone Experiments, kann man allerhand Bewegungen messen; Etwa die Höhe einer Fahrstuhlfahrt und die Rotation, wenn man ein Smartphone in eine Salatschleuder legt. Einen Vortrag dazu hat es auf dem 36C3 gegeben.

Lara Croft kennt kein Homeoffice, die Dame muss raus: Tomb Raider von Square Enix erzählt die Ursprungsgeschichte der kultigen Archäologin. Die Entwickler haben das Action-Spiel aus dem Jahr 2013 nun kostenlos auf Steam zur Verfügung gestellt. Wer heute zuschlägt, darf das Spiel dauerhaft kostenlos in seiner Bibliothek behalten.

Wir wissen doch, Eltern kaufen ihren Kindern gerne Lego, weil sie selbst auch noch immer gerne damit spielen, ähm, basteln, bauen, meinen wir natürlich. Deshalb sei Ihnen hier das Buch "Lego Hacks" empfohlen. Damit wird es ein bisschen komplexer, man lernt nämlich gleichzeitig die Grundlagen der Elektronik. Und die entstandenen Bots können Sie gleich noch unter #ZeigDeinProjekt in den sozialen Medien posten. Dazu haben die Kollegen der Make aufgerufen.

Ebenfalls ein Leser-Tipp sind die Programmierkurse für Kinder von Code-it. Einen Artikel, warum "Coden genauso cool ist wie Daddeln" gibt es auch von uns. Lesen Sie doch einfach mal rein und schauen sich das Angebot an.

Wenn der Weg zur Arbeit plötzlich nur noch fünf Schritte lang ist, zeigt der Fitnesstracker am Abend gruselige Zahlen an. Haben Sie auch schon jetzt ein Coronabäuchlein angesetzt (dann haben Sie etwas mit der Autorin gemeinsam). Wer etwas dagegen tun möchte; Der Basketball-Bundesligist Alba Berlin startet eine tägliche Sportstunde auf YouTube. Wer noch nicht so weit ist; Wie wäre es mit Essen in einem lokalen Restaurant bestellen? #supportyourlocal

Soziale Kontakte sind zu minimieren. Alleine daheim sitzen ist für viele Menschen einschneidend und sch****. Natürlich ist es nicht das Gleiche, ob man per Videoanruf mit jemandem spricht oder von Angesicht zu Angesicht – aber es ist immerhin etwas. Aktivieren Sie ihren Skype-Account. Oder lassen Sie sich auf neue Leute ein. Das geht zum Beispiel mit Hyphal Mesh. Meldet man sich an, kann man einer Videokonferenz beitreten.

Sie haben einen Partner und Familie zuhause? Zeit für eine extra-Umarmung!

Wir schicken an dieser Stelle liebe Grüße an Sie raus. Wie gehabt freuen wir uns, wenn Sie weitere Ideen haben, sich im Forum austauschen – und dort gegenseitig bei Laune halten. Bleiben Sie gesund!

Sie wollen mehr Tipps, hier sind unsere Tipps von vergangener Woche:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. (emw)