Coronavirus-Stillstand: So können Sie den Lockdown nutzen

Wegen des Coronavirus ist das Leben vielerorts eingeschränkt. Was also tun, um sich die Zeit zu vertreiben? Wir haben Tipps für Sie.

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(Bild: Farknot Architect/Shutterstock.com)

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Moin, und willkommen zu unseren Lockdown-Tipps. In mehreren Bundesländern werden ab heute die Kitas und Schulen geschlossen. Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter bereits ins Home Office verlagert. Manch einer wartet zuhause in Quarantäne auf sein Corona-Testergebnis. Zudem sind wir alle aufgerufen, unsere Sozialkontakte herunterzufahren. Viel Zeit in den eigenen vier Wänden also in den kommenden Wochen, ohne Freunde und Kollegen – aber gegebenenfalls auch noch mit Kindern, die bespaßt werden wollen. Wir haben Ideen gesammelt, um der drohenden Langeweile zu entgegnen.

Jeden Tag bringen wir eine Meldung mit Neuigkeiten zur Lage und einer bunten Sammlung an interessanten Web-Tipps, Spielen und Software. Wir geben Streaming-Tipps und mehr. Sollten Sie weitere Ideen haben, freuen wir uns über Nachrichten von Ihnen.

Mehr zum Coronavirus:

Zunächst: Es soll ja immer noch Leute geben, die an den Maßnahmen gegen das Coronavirus zweifeln und sie für völlig überzogen halten. Denen sei der Kommentar unseres Autoren Torsten Kleinz ans Herz gelegt, der erklärt, warum das neue Virus eben wesentlich gefährlicher ist als die jährliche Grippe:

Kommentar zum Coronavirus: COVID-19 ist keine einfache Grippe

Aktuelle Informationen erhalten Sie immer auf der Seite des Robert-Koch-Instituts. Der Charité-Virologiechef Christian Drosten informiert zudem werktäglich von Montag bis Freitag in einem Podcast des NDR über die Pandemie.

Und wenn's ums Arbeiten im Homeoffice gibt, haben wir ein hilfreiche Hinweise und Tipps:

Nun aber zum amüsanten Zeitvertreib:

Beim simplen Spiel Get Bad News übernimmt man die Rolle eines Internet-Betrügers. Ziel ist es, möglichst viele Follower für das eigene Nachrichtenportal zu gewinnen. Dazu müssen Skandale erfunden, Aufreger verbreitet und Faktenchecker denunziert werden, ohne durch allzu offensichtliche Lügen unglaubwürdig zu werden. Die Spielmechanik ist denkbar schlicht. Weil aber die Inhalte klug und witzig vermittelt werden, macht es viel Spaß, sich durch die Dialoge zu klicken. Hier geht es direkt zum Spiel.

Insbesondere für Kinder werden die nächsten Tage und Wochen wohl eher zäh. Aber vielleicht kann man sie ja für das programmieren begeistern. Mit der visuellen Programmierumgebung Scratch können Kinder gemeinsam mit den Eltern Spiele und interaktive Geschichten zusammenbauen - und lernen dabei fast nebenbei die Grundlagen der Programmierung. In der aktuellen Version klappt das auch auf Tablets. Wir erklären in einem Artikel, wie es funktioniert und was es zu beachten gibt.

Freddie Mercury war einer der größten Sänger der Rockgeschichte. Wie weit kommen Sie an ihn heran? Das können Sie mit dem FreddieMeter messen. Google hat gemeinsam mit der Band Queen die Website entwickelt, um der unvergleichlichen Stimme des 1991 verstorbenen Künstlers ein Denkmal zu setzen. Dort können Sie inen aus fünf Klassikern auswählen, beispielsweise „Don’t stop me now“ oder „Bohemian Rhapsody“.

Anschließend singen Sie eine Minute des Stücks ein. Die Website vergleicht, wie genau Sie Timbre, Tonhöhe und Melodie des Meisters getroffen haben. Dazu benutzt sie ein Machine-Learning-System, das mit der Stimme des Meisters trainiert worden ist. Der Vergleich zwischen Besucher und Freddie läuft vollständig im Browser ab, das eingesungene Stück landet also nicht auf Googles Servern. Als Ergebnis erhalten Sie ein Badge mit seinen Ergebnissen, das Sie in sozialen Medien posten können. Wer mag, kann sich beim Singen auch filmen lassen. Hier geht es zum Stimmvergleich.

Wer nicht mehr auf einen Bildschirm starren möchte, kann natürlich auch zum Buch greifen, einem aus Papier. "Der Maker-Guide für die Zombie Apokalypse" ist wohl so aktuell wie nie – auch wenn wir es nicht mit Untoten zu tun haben. Geschrieben hat es der Hardware-Hacker und Zombie-Kenner Simon Monk; Er bringt Ihnen bei, wie Sie Ihren eigenen Strom erzeugen, unverzichtbare Bauteile vor dem Zombie-Zugriff retten, lebensrettende Elektronikschaltungen bauen und damit die Untoten aufspüren. Das Buch gibt es auch im heise shop zu bestellen.

Der Pianist Igor Levit muss, wie alle Musiker, seine Konzerte absagen. Damit die Menschen aber trotzdem was auf die Ohren bekommen, hat er sich überlegt, Hauskonzerte zu geben und zu streamen. Wann und wo man in den Genuss seiner Musik kommen kann, teilt Levit bei Twitter mit.

Klar, Streamingdienste werden in den kommenden Wochen noch beliebter sein als zuvor schon. Wie jeden Monat haben wir eine Liste mit den März-Neustarts von Netflix und Amazon Prime. An dieser Stelle verweisen wir darauf, dass alle Anbieter bisher davon ausgehen, dass die Netze stabil sind. In Italien, die den Lockdown schon seit einigen Tagen haben, ist allerdings von Störungen berichtet worden. Der Internet-Traffic hat dort um 70 Prozent zugenommen. Es kann nicht schaden, Inhalte vorab herunterzuladen.

Die Tipps für Dienstag finden Sie hier. (emw)